Erkelenz: Heimatverein veranstaltet weihnachtlichen Mundartabend

Erkelenz: Heimatverein veranstaltet weihnachtlichen Mundartabend

Die Kunst „Platt te kalle“ stand im Mittelpunkt des weihnachtlichen Mundartabends, zu dem der Heimatverein wieder eingeladen hatte. Im Mittelpunkt standen Geschichten rund um den Advent und die Weihnachtszeit, die mit viel Humor und vor allem im jeweiligen Heimatdialekt vorgetragen wurden.

Viele Gäste waren der Einladung gefolgt und zu Müller‘s Platz gekommen, denn der Mundartabend gehört schon fest zum vorweihnachtlichen Terminkalender im Erkelenzer Land. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins, Günther Merkens, wurde erst einmal unter der musikalischen Leitung von Theo Schläger gesungen — natürlich wieder „op Platt“. Auch ungeübte Besucher erkannten die Lieder an den Melodien. Und so erschlossen sich „Ver sare öch aan“ und „Ihr Kenger, nu kommt all“ den Zugereisten zumindest durch die Musik.

Dann entführte Heinz Weitz mit der Geschichte „Schnee, mein Jott, war ene Schnee“ in die Winterwunderwelt der bayerischen Alpen. Dass ein Rheinländer angesichts solcher Schneemassen hoffnungslos überfordert ist, kann man nachvollziehen. Dann folgte Anita Dittberner, die von „Dä Nikolaus bej Famelli-e Quantz“ erzählte. Und davon, wie der Besuch etwas aus dem Ruder lief und somit unvergesslich wurde für alle, die dabei waren.

Bei einer weiteren Gesangseinlage, an der die Zuhörer nur zu gerne teilnahmen, hieß es „Komm, ver senge dem Kenk to Iehre“ und natürlich „O Tanneboom“. Käthe Kohnen erzählte dann von „Weihnachtsplätzkes“ und Franziska Lenzen philosophierte über die „Weihnachtszick“, bevor Georg Wimmer aus Beeck den „Kenger em Advent“ ein paar Gedanken widmete. Der stete Wechsel aus amüsanten Geschichten und gemeinsamem Gesang ließ den Abend wie im Flug vergehen.

Heinz Esser erinnerte an Weihnachten 1946 und „E Päcksche uut Amerika“, während Agnes Winkens „Chreesmes fröjer und hüt“ verglich. Gesungen wurden „Stiär üver Bethlehem“ und „Stell und leis fällt d‘r Schnee“, bevor Theo Schläger unter anderem von „Ene schlemme verde Advent“ berichtete.

Mit „Vrasche jon“ widmete sich Karl Bertrams aus Wegberg einer weiteren weit verbreiteten Tradition zu Silvester. Abschließend wurde noch einmal gesungen und mit „Wenn dat nö-e Johr kütt“ endete der Mundartabend ebenso besinnlich wie fröhlich.

Mehr von Aachener Zeitung