Selfkant-Wehr: Heim an Severinus-Straße ist neuer Treffpunkt für Bürger

Selfkant-Wehr: Heim an Severinus-Straße ist neuer Treffpunkt für Bürger

Zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Sport und Politik staunten ebenso wie viele Dorfbewohner nicht schlecht: „Wehr war schon immer in der Lage, etwas Großes zu schaffen, das macht unser kleines Dorf so lebens- und liebenswert“, brachte es Herbert Jetten, „Vater“ des neuen Dorfzentrums und Schützenpräsident, auf den Punkt.

Am Samstagabend wurde das neue Dorfzentrum mit einer Größe von rund 200 Quadratmetern feierlich eingeweiht.

Gut angenommen: Bereits am Tag nach der Eröffnung wurde im neuen Dorfzentrum gerne das Kartenglück gesucht.

Jetten schaute wie nachher Bürgermeister Herbert Corsten zurück auf einen nicht leichten Start des Projekts, zumal im Schützenvorstand seinerzeit erst einmal echte Überzeugungsarbeit geleistet werden musste. Es hatte viele Fragezeichen gegeben. Jetten verwies in diesem Zusammenhang auf den Bürgermeister, der als Wehrer Einwohner den Verantwortlichen im Ort geraten hatte, die Chance nicht zu verpassen und ein Dorfzentrum mit finanzieller Förderung aus dem Leaderprojekt (Mittel der EU für ländliche Entwicklung und Dorfentwicklungsmaßnahme) zu realisieren.

Letztlich hatte Herbert Jetten Anfang 2013 die Generalversammlung der St.-Severinus-Schützenbrüderschaft überzeugen können und stellte dieses Projekt danach der Leaderkommission eindrucksvoll vor. Nach der Bewilligung im Juli 2013 rückte Wehr dicht beisammen und setzte dazu an, gemeinsam etwas Einzigartiges für den Ort zu schaffen.

„Ich bin froh, wir haben Großes geleistet. Es war toll mit anzusehen, wie Wehr zusammenrückte“, so Jetten rückblickend. Viele Bewohner hätten großes ehrenamtliches Engagement gezeigt. Jetten: „Das Wichtigste dabei: Wir haben keine Schulden gemacht.“

Bürgermeister Herbert Corsten übergab den Hausschlüssel an Herbert Jetten. Der erste Selfkantbürger sprach — wie auch später Ortsvorsteher Hans Dreissen — von einer „unglaublichen Erfolgsgeschichte“, so der Bürgermeister. „Der heutige Tag wird sicherlich seinen festen Platz in den Vereinsbüchern haben“, dankte auch der Bürgermeister allen, die mitgeholfen hatten, diese neue Heimat für Wehr zu schaffen. Und: „Viele der Gegner konnten wir im Nachhinein überzeugen.“

Im Rahmen der Feierstunde mit musikalischen Einlagen des Spielmannszuges und Gesangsvereins Concordia Wehr erfolgte die Einsegnung durch Pfarrer Jose Kallupilankal, „Dieser Ort soll eine Heimat für den Ort werden“, sagte der Geistliche und weihte die Räume mit angrenzendem Schießstand, Konferenz- und Lagerraum sowie den Schankraum ein.

(agsb)
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