Haushaltsplanung: Waldfeuchter Etat 2022 wieder im Plus

Haushaltsplan : Waldfeuchter Etat 2022 wieder im Plus

Kämmerer Johannes Blank hat im Haupt- und Finanzausschuss den Etatentwurf der Gemeinde Waldfeucht für 2019 vorgestellt. Nach schwierigen Haushaltsjahren mit einem Haushaltssicherungskonzept (HSK) gebe es nun ein vorbildliches Zusammenrücken von Bürgern, Rat und Verwaltung.

So wurde der Haushalt 2018 erstmals seit 2011 nicht mehr durch das HSK begleitet. Und laut Kämmerer sieht die mittelfriste Ergebnis- und Finanzplanung bis 2022 einen weiteren Abbau der Fehlbeträge und 2022 erstmals seit Jahren wieder ein Plus von rund 60.000 Euro vor. Ein positives Jahresergebnis – daran sei vor einigen Jahren nicht zu denken gewesen, betonte Blank.

In den Erläuterungen zum Etatplan war natürlich auch das Betriebsmodell für das Hallenbad Thema. Auch hier machten die Ratsvertreter und die Verwaltung ihre Aufgaben und nahmen die Schließung in den Sommermonaten in Kauf statt ganz auf ein Hallenbad zu verzichten. „Dies bedeutet sicherlich einen Einschnitt für Vereine, Gruppen und Stammbadegäste. Der Beschluss schafft aber vor allem Planungssicherheit, um eine drohende Schließung zu verhindern“, betonte der Kämmerer in seinen Ausführungen.

Ein weiterer Punkt war die Zweckverbandsgesamtschule Heinsberg-Waldfeucht, hier hat sich der Gesamtschulstandort im Schulzentrum Haaren etabliert und die Schülerzahlen sind in den Folgejahren steigend. Es ist allerdings nach Angaben der Verwaltung zu einem Anmeldeüberhang gekommen, so dass leider einige Schüler abgewiesen werden mussten. Von 162 Schülern werden in Haaren 54 beschult (zwei Klassen), in Oberbruch 108.

Wichtig sei zudem, dass mit Blick auf den Haushalt 2019 die Hebesätze der Gemeindesteuern nicht verändert werden. Kämmerer Johannes Blank betonte: „Mit einem prognostizierten Jahresfehlbetrag 2019 in Höhe von 270.800 Euro schafft die Gemeinde Waldfeucht in Zeiten guter Konjunktur und Niedrigzinssatz annähernd den Haushausausgleich. Der Verkauf der gemeindlichen Baustellen in den entwickelten Baugebieten führt zu verbesserten Jahresergebnissen. Rat und Verwaltung müssen ihrer Verantwortung gerecht werden, um die Gemeinde funktionstüchtig zu halten.“

In der Aussprache im Haupt- und Finanzausschuss, der dem Zahlenwerk für 2019 einstimmig grünes Licht gab, wurde unter anderem angeregt, im Zweckverbandverband mit Gangelt-Selfkant sowie auch hinsichtlich des Förderprojekts Vital.NRW mit der Stadt Heinsberg und den Gemeinden Gangelt und Selfkant Ausschau nach förderwürdigen Projekten zu halten, um auch von Zuschüssen zu profitieren.

(agsb)