Heinsberg-Dremmen: Hartnäckiger Holzvogel: Langes Warten auf neuen Schützenkönig

Heinsberg-Dremmen: Hartnäckiger Holzvogel: Langes Warten auf neuen Schützenkönig

Rudolf Beckers, der Vorsitzende der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Dremmen, blickte einige Male recht verlegen in die Runde. Da schossen zwei Schützenbruder wie besessen auf den Holzvogel, aber es standen noch zwei kleine Holzspäne und diese drehten sich nach den Schüssen jeweils im Uhrzeigersinn weiter.

Selbst die beiden Kandidaten verzweifelten. Zwar wurden die Holzspäne mit und mit kleiner, aber der Wettkampf schien kein Ende zu nehmen — die Späne schienen festgenagelt. Und selbst als das obere Holzstück regelrecht abgeschossen wurde, schien das unter Stück die Schützen „auszulachen“.

Auf dem Gelände am Waidberg herrschte ein buntes Treiben, Viele Besucher verfolgten dieses Spektakel. Über die Lautsprecher erklang „Atemlos“ von Helene Fischer, bei jeden Schuss lag den Besuchern der Jubelschrei auf den Lippen.

Aber erst beim folgenden Lied hallte der Jubelschrei über den Waidberg und Dremmen. Schießmeister Frank Wolf war der Glückliche, er hatte den Rest Holz von der Stange geschossen. Er musste selbst tief durchatmen, sichtbar viele Steine fielen ihm vom Herzen.

Der neue Schützenkönig wurde gleich gefeiert, die Gratulationscour wollte kein Ende nehmen. Nur Gattin Claudia wurde an der Menge vorbeigeschleust, Dremmens neues Königspaar strahlte. Jetzt freut sich die Bruderschaft auf die Kirmestage an den kommenden Pfingsttagen.

(agsb)
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