Wegberg: Harfenkonzert: Klänge vom Mittelalter bis zur Moderne

Wegberg: Harfenkonzert: Klänge vom Mittelalter bis zur Moderne

Ein Harfenkonzert der besonderen Klasse bietet der Kulturförderkreis Opus 512 am Sonntag, 10. September, um 18 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kapelle in Wegberg-Kipshoven. Tom Daun, der „Master of Music“ der Universität Edinburgh, bestreitet das Konzert mit unterschiedlichen Harfen-Instrumenten.

Tom Daun gilt als einer der führenden Vertreter von traditioneller und historischer Harfenmusik in Europa. Auf seinen diversen Harfen, keltische Clarsach, Böhmische Wanderharfe, gotische Harfe des Mittelalters, barocke Arpa Doppia und Arpa paraguaya, interpretiert er Melodien des Mittelalters, Tänze der Renaissance, meditative keltische Weisen, südamerikanische Rhythmen und eigene Kompositionen.

Während seines Studiums der Schulmusik kam Tom Daun zum Harfenspiel. Mit seinem legendären Folk-Quartett La Rotta musizierte er in den 80er Jahren auf Festivals in ganz Europa. An der Universität Edinburgh studierte er Musikethnologie und Scottish Traditional Music. Dabei entdeckte er seine Liebe zur keltischen Harfe. Seitdem arbeitet er auch solistisch mit Konzertprogrammen zur irisch-schottischen und mittelalterlichen Musik.

Sein besonderes Interesse gilt Kompositionen aus Renaissance und Barock: Er zählt zu den besten Interpreten auf der zweireihigen Arpa Doppia. Durch seine Duoarbeit mit der renommierten Flötistin Dorothee Oberlinger machte er sich auch im Bereich der Alten Musik einen Namen.

Mit Harfe und Bibel zogen die keltischen Mönche im Mittelalter durch Europa. Im alten Irland besänftigte der Barde mit der Harfe seine Zuhörer. Feen und Elfen übten mit ihrem Saitenklang Zauber aus. Seit alters her gilt die Harfe als ein Instrument, dessen Klang die Seele berührt und den Hörer einlädt, sich selbst zu begegnen.

Mit seinem Programm „Von Mönchen, Barden und Elfen“ lädt Tom Daun ein, zu Klängen vom Mittelalter bis zur Moderne: Tänzerisch und verträumt, mitreißend und meditativ. Es ist eine Fantasiereise durch intime Klangwelten. Die Harfenklänge erfüllen den Kirchenraum der historischen Heilig-Kreuz-Kapelle: Hell, silbrig, leicht und tänzerisch wie die Sonnenstrahlen, die am Spätnachmittag von den Blättern der alten Bäume rings um die Kapelle bewegt, durch die Fenster fallen.

„Tom Daun ist ein Zauberer auf den Saiten, ein moderner Minnesänger, der auch ohne Gesang und Sprache betört. Was immer er spielt ist kunstvoll verziert und reich an Ornamenten, wie keltische Buchmalerei“, so die Veranstalter.

Neben seinen neun Solo-CD‘s ist er gefragter Dozent auf den Harfenfestivals in Edinburgh, beim Weltharfentreffen in Prag, in Polen, Paraguay und Wien und saß im „Magic-Harp“-Projekt 2011 beim TFF Rudolstadt mit fünf Harfenisten aus fünf Kontinenten.