Heinsberg: „Halloween-Bad“: Riesengaudi im roten Wasser

Heinsberg: „Halloween-Bad“: Riesengaudi im roten Wasser

Blutige Messer und Sägen schwebten über dem Eingang, während in einem großen Käfig eine große Fledermaus schon auf die Besucher wartete. Im Vorraum zum Heinsberger Hallenbad, das alle Kinder und Jugendlichen zum kostenfreien „Halloween-Bad“ eingeladen hatte, leuchteten den Gästen gleich mehrere große Kürbisgesichter entgegen.

Schwarze Spinnen, gebastelt von den Kindern des Schafhausener Kindergartens, geleiteten sie in die Umkleiden, wo sie sich auf ihr nasses Halloween-Erlebnis vorbereiten konnten.

Schon in der vergangenen Hallenbad-Saison habe man im Team der Bediensteten in der Bädersparte der Stadtwerke die Idee zu einer solchen Veranstaltung gehabt, so Badleiter Ralf Weingarten. Der Geschäftsführung habe die Idee gefallen, und so habe man vor fünf Wochen mit der Umsetzung für diese Premiere im Hallenbad begonnen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Dazu zählte nicht nur die aufwendige Dekoration des gesamten Bades, sondern vor allem die Zahl der Besucher, mit der niemand gerechnet hatte. Rund 300 Besucher kamen zwar in den Genuss des „Halloween-Bades“, weitere 200 hätten gerne teilgenommen, mussten aber leider am Eingang wieder umkehren.

Gruselige Angelegenheit

Wer ins Bad hineinkam, konnte im Lehrschwimmbecken erstmal in das leuchtend rot gefärbte Wasser eintauchen. Weiße, bemalte und mit Folie „bekleidete“ Luftballons schwebten als Geister durchs Bad. Im Schwimmerbecken organisierte eine gruselig schwarz vermummte Figur den Zugang zu den Spielstationen. „Spinnenkrabbeln“ oder „Augenwerfen“ hießen die Spiele, die der Badleiter und sein Team für die Kinder organisiert hatten. Er selbst engagierte sich zudem als Vorleser von Gruselgeschichten in den zum Gruselraum umfunktionierten Sammelumkleiden.

Leckereien gab‘s natürlich auch. Selbst gebackene Kekse in Form abgeschnittener Finger gehörten ebenso dazu wie liebevoll bemalte „Mini-Kürbisse“ in Form von Mandarinen. Die Besucher waren begeistert, und die Frage des Badleiters, ob eine solche Aktion wohl ankomme und auf Wiederholung dränge, dürfte nach dem Ansturm der Besucher in diesem Jahr wohl schon beantwortet sein. „Auch für die Zukunft haben wir noch viele Ideen“, versprach er.

(anna)
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