Waldfeucht-Haaren: Haarener Eis-Zug: 11.111 Portionen Eis unters Volk gebracht

Waldfeucht-Haaren: Haarener Eis-Zug: 11.111 Portionen Eis unters Volk gebracht

Der närrische Eis-Zug in Waldfeucht-Haaren lockte am Sonntagmittag wieder einmal etliche Besucher an. Bereits eine Stunde vor dem Start gab es kaum noch einen freien Parkplatz in und um Haaren herum. Auf Höhe der Ecke Obspringer Straße und Haarener Straße kam dann gegen 13.11 Uhr der Tulpensonntagszug ins Rollen.

Wenige Meter weiter stand der Elferratswagen der KG Kluser Pappmule, dort begrüßte Björn Schröders die ankommenden Wagen und Gruppen.

Echte Hingucker: Die Kluser Mädchen sorgen als Schmetterlinge für ein farbenfrohes Bild im Haarener Zug. Fotos (4): agsb Foto: agsb

Die mehr als 30 Wagen rollten aus Brüggelchen an, dort hatte man die Wagen aufgestellt. Zuvor schien Haaren entspannt, die Anwohner am Zugweg hatten es sich gemütlich gemacht. Hier und da standen Grills vor der Haustür, an vielen Stellen lockte folglich der Duft von leckeren Bratwürsten. Einige Narren hatten vor dem Hauseingang auch ein Zelt errichtet.

Sie machten mächtig Wind: Die Drachen vom Café Seeblick wollten am Sonntag hoch hinaus. Foto: agsb

Ein paar Sonnenstrahlen

Jecke Weiber: Die weibliche Prinzengarde der Kluser Pappmule kann sich sehen lassen. Foto: agsb

Bei all dem jecken Treiben gingen dennoch bange Blicke gen Himmel — man ahnte Schlimmes. Mit Zugbeginn hatte Petrus jedoch ein Einsehen, er schickte sogar ein paar Sonnenstrahlen hinunter auf die Straßen von Haaren.

Schön zu sehen war auch, dass sich die Jecken um die Einsatzkräfte kümmerten, ohne die ein solcher Zug nicht möglich wäre. Die Helfer des Malteser-Rettungsdienstes wurden beispielsweise mit köstlichen Mutzen versorgt. Auch die Polizei und Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr bekamen die eine oder andere Leckerei gereicht. So sah sie bis 13.11 Uhr aus, die Ruhe vor dem Sturm.

Als es dann endlich losging, war Zugleiter Norbert Verboket heilfroh, dass alles reibungslos anlief. Die Mitglieder der Kluser Pappmule hatten erneut 11.111 Portionen Eis auf den Elferrats- und den Gardewagen geladen. Ebenfalls leckeres Eis verteilten die Mädels der Showtanzgruppe Paradise, diese feiert ihr elfjähriges Jubiläum.

Auf dem ersten Wagen näherten sich die Geisterpiraten aus Breberen-Schümm dem Elferratswagen. Wobei Breberen voll auf Karneval getrimmt war, so stellten die Geisterpiraten eine große Gruppe. Den Rekord stellte aber eine andere Gruppe aus Schümm auf: 180 Personen umfasste die Gruppe um Eisprinzessin Elsa — und die kam stilecht auf einem eindrucksvollen, rollenden Eisschloss daher.

Die Wagenbauer haben in dieser Session ohnehin gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Ein Cinderella-Schloss mit einer rund 150 Narren großen Gruppe und ein Knusperhaus Marke Hänsel und Gretel ließen die Zuschauer staunen. Ebenso echte Hingucker waren das Piratenschiff „Black Pearl“ aus Braunsrath, ein Piratenschiff aus Birgden und die Residenz der Boverather Gladiatoren.

Ab Zugnummer 34 kamen dann die lokalen Größen des Haarener Karnevals in Spiel. Das Kinderprinzenpaar Prinz Ole I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Mia erlebte hoch auf dem tollen Prinzenwagen der Jugendabteilung des FC Concordia Haaren die Krönung seiner Karnevalssession. Und als dann die Haarener Fußgruppen folgten, lachte jedes Narrenherz laut auf: Diese Gruppen waren das Salz in der Karnevalssuppe. Alle Blicke zogen zum Beispiel die Kluser Mädchen als Schmetterlinge und eine Vespa-Guppe auf sich. Auch die Gruppe der Winddrachen vom Café Seeblick brachte Farbenpacht in diesen Tulpensonntagszug.

Mehr von Aachener Zeitung