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Jetzt wird auf Distanz gelernt: Grundschule nach Corona-Fall geschlossen

Jetzt wird auf Distanz gelernt : Grundschule nach Corona-Fall geschlossen

Die Grundschule in Kückhoven bleibt bis zum 2. Dezember geschlossen. Grund ist, dass Lehrer und OGS-Personal „engen Kontakt“ zu einem Corona-Infizierten hatten. Jetzt fehlt das Personal, um die Kinder zu betreuen.

Neun Lehrer, fünf Betreuungskräfte aus der Offenen Ganztagsschule und 149 Grundschüler müssen bis zum 2. Dezember zu Hause bleiben. „Das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg hat für das komplette Lehrerkollegium und für das Personal des Offenen Ganztags der Gemeinschaftsgrundschule Kückhoven häusliche Quarantäne bis einschließlich 2. Dezember angeordnet“, teilte die Stadt Erkelenz dazu mit.

Schulleiter Marcus Johnen betonte, dass die Quarantäne ausdrücklich nicht für die Schüler gelte. Sie können aber auch nicht in die Schule kommen, weil dort nun kein Betreuungspersonal mehr zur Verfügung steht.

Jennifer Grünter, Pressesprecherin des Kreises Heinsberg, sagte, dass es einen bestätigten Corona-Fall gegeben habe. Im Rahmen der Kontakt-Nachverfolgung habe sich herausgestellt, dass es eine Vielzahl an Kontakten an der Grundschule gegeben habe.

Grünter sprach davon, dass die Überprüfung zu mehreren engeren Kontaktpersonen an der Schule geführt habe. Neben der Quarantäne habe das Gesundheitsamt auch Corona-Tests veranlasst. Und wegen der Quarantäne für Lehrer und Betreuer „kann der Unterricht nicht in Präsenz aufrecht erhalten werden“, sagte Grünter.

Deshalb setzt die Schule nun auf das Lernen auf Distanz. Da die Schüler am Dienstag koordiniert und jahrgangsweise nach Hause geschickt wurden, konnten sie Bücher und andere Lernmaterialien mitnehmen, sagte Schulleiter Johnen.

Für das digitale Lernen habe man bereits in der ersten Coronavirus-Hochphase ein Nachrichtensystem mit Video-Möglichkeit eingeführt. So könne man nun Aufgaben verteilen und Videosprechstunden anbieten, um mit Eltern und Schülern in Kontakt zu bleiben. „Wir haben schon Erfahrungen mit dem System und sind auch, was die digitalen Endgeräte bei den Schülern angeht, gut aufgestellt“, sagte Johnen.