Grundschule Hilfarth: Kostensteigerung beim Neubau

Kostensteigerung : Hilfarther Grundschul-Neubau teurer als erwartet

Die Grundschule in Hilfarth soll abgerissen und an gleicher Stelle durch einen Neubau ersetzt werden. Die Planung für das neue, zweizügige Schulgebäude laufen derzeit, die Kosten sind mit 6,5 Millionen Euro fest eingeplant.

Dabei wird es allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bleiben. „Die Situation auf dem Baumarkt ist sehr angespannt“, sagte der Beigeordnete Dr. Achim Ortmanns in der Sitzung des Bauausschusses. „Sehr angespannt“ bedeutet im Klartext: Die Baubranche boomt, die Baubetriebe sind voll ausgelastet. Nach den
Regeln der Marktwirtschaft bedeutet das: Die Preise steigen. „Die Kostensteigerungen im Baugewerbe werden dafür sorgen, dass wir mit mehr als 6,5 Millionen Euro für den Neubau rechnen müssen“, so Dr. Ortmanns.
Um dennoch einigermaßen im vorgegebenen Kostenrahmen von 6,5 Millionen Euro zu bleiben, heißt das: Man muss sehen, wo man Einsparungen vornehmen kann. „Maßnahmen zur Kostenoptimierung“ nennt man das dann in der Fachsprache. Eine solche Kostenoptimierung stellte dem Bauausschuss jetzt das Aachener Planungsbüro 3Plus Freiraumplaner Kloeters und Kastner PartGmbB für die geplanten Außenanlagen der neuen Schule an der alten Stelle zwischen Goethestraße und Uhlandstraße vor. Die ursprüngliche Planung für die Gestaltung der Außenflächen lag bei 653.036 Euro, der Betrag stieg im Laufe der konkreteren Ausgestaltung der Planung aufgrund von Entwässerungsproblemen auf 783.000 Euro. Nach der „Kostenoptimierung“ liegen die Kosten jetzt bei 556.569 Euro.

Wo also wurde eingespart? Michael Keller vom Amt für Gebäudemanagement in der Hückelhovener Verwaltung erläuterte das den Ausschussmitgliedern: „Gespart wurde in der Hauptsache an der Entwässerung, an zunächst geplanten Sitzbänken am Haupteingang, bei den Parkplätzen für das Lehrpersonal, es wird weniger Bäume geben, die Qualität der Pflastersteine wurde reduziert und es wurde eine ursprünglich geplante
Spielfläche rausgenommen. Die so eingesparten rund 227.000 Euro für die Außenflächen stehen jetzt sozusagen als Puffer für eventuelle Preissteigerungen für das
Gesamtprojekt bereit.