Kreis Heinsberg: Grüne Spitzenkandidatin Meurer will Pläne der CDU durchkreuzen

Kreis Heinsberg: Grüne Spitzenkandidatin Meurer will Pläne der CDU durchkreuzen

„Grüne Themen sind wichtiger denn je“, sagte Maria Meurer, die designierte Landratskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen und Nummer eins der Reserveliste ihrer Partei für die Kreistagswahl, bei der Versammlung am Mittwochabend in der Heinsberger Stadthalle.

Und wichtige Weichen könnten auf kommunaler Ebene gestellt werden, erklärte sie zu ihrer Motivation, jetzt noch mal „in die Vollen gehen“ und „das Messer nicht im Schwein stecken lassen“ zu wollen. Die freie Journalistin aus Erkelenz gehört seit 1999 dem Kreistag an und ist seit 2004 Fraktionsvorsitzende. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai soll sie zum dritten Mal als Landratskandidatin der Grünen antreten. Integration und Kultur, so erläuterte sie, seien zwei Themenfelder, die ihr besonders am Herzen lägen. Sie wolle ihre 15-jährige Erfahrung auch im neuen Kreistag einbringen. Die CDU wolle ihre absolute Mehrheit halten, sagte Meurer, doch sie selbst habe „ganz große Lust“, diese Pläne zu durchkreuzen. Und sie habe die Hoffnung, dass dies gelingen könne. Die Grüne Fraktion stehe für Kontinuität und Verlässlichkeit.

Fünf Sitze im Kreistag

Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren hatten die Grünen mit 9,72 Prozent der Stimmen fünf Sitze im Kreistag erreicht. Vier der fünf aktuellen Fraktionsmitglieder stehen wieder auf den vorderen Plätzen der Reserveliste. Elsbeth Küppers-Hofmann rangiert auf eigenen Wunsch diesmal nur auf Platz 13. Auf dem fünften Listenplatz ist ein neues Mitglied der Grünen und bekanntes Gesicht im Kreis Heinsberg zu entdecken: Jutta Schwinkendorf. Im Kampf um den Erhalt der Zeche Sophia-Jacoba stand sie als Sprecherin der Fraueninitiative in vorderster Reihe. Für die SPD ­gehörte die Ur-Hückelhovenerin 13 Jahre lang dem Stadtrat an; sie war auch stellvertretende Bürgermeisterin. Vor fünf Jahren sei sie aus der SPD ausgetreten, so Schwinkendorf, die inzwischen in Wassenberg wohnt. Jetzt habe sie wieder Lust auf Politik, sagte sie. Bei den Grünen hat sie ihre neue politische Heimat gefunden.

Projektidee für Lindern

Im Rahmen der Kandidatenvorstellung sprach Ulrich Horst, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Nummer zwei der Reserve­liste, unter anderem eine konkrete Projektidee an, die von den ­Grünen für das Industriegebiet in Geilenkirchen-Lindern verfolgt werde: Es handele sich um ein Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe.

(disch)