Großes Interesse: Völker-Ausstellung wird verlängert

Sehr großes Interesse : Völker-Ausstellung wird verlängert

Mit der Ausstellung „In Memoriam Will Völker“ wird dem vor 21 Jahren verstorbenen Künstler und Pädagogen gedacht. Die Eröffnung im Hohenbuscher Herrenhaus war ungewöhnlich gut besucht.

Ungewöhnlich gut besucht war die Eröffnung der Ausstellung „In Memoriam Will Völker“ im Hohenbuscher Herrenhaus. Mit der Retrospektive, die von Völkers Witwe Elfriede zusammengestellt wurde, wird dem vor 21 Jahren verstorbenen Künstler und Pädagogen gedacht, der sich sein Leben lang kreativ und forschend mit seiner Heimat auseinandergesetzt hat.

Viele Freunde, Weggefährten und ehemalige Schüler Völkers waren gekommen, um die Zeichnungen, Entwürfe, Aquarelle und Ölgemälde zu sehen, die die künstlerische Entwicklung Völkers widerspiegeln.

Elfriede Völker, die das Werk ihres Gatten verwaltet, betonte bei der Begrüßung der Gäste, dass er seiner Heimat Lövenich und dem Erkelenzer Land stets die Treue gehalten habe. In unzähligen Motiven hat er Landschaften, die Rurauen und Bruchlandschaften sowie ihre Veränderungen festgehalten. Anschaulich lässt sich anhand der Exponate die Hinwendung zum Abstrakten ablesen, die Völker im Laufe seines Schaffens vollzog.

Großes Interesse bei den Besuchern fanden auch die Zeichnungen, die er ab 1949 für eine Beilage der Erkelenzer Volkszeitung erstellte. Sie zeigen Motive aus der Stadt und den Erkelenzer Dörfern und mit den jeweils dazugehörigen Texten veröffentlicht. Zu seinen künstlerischen Hinterlassenschaften gehören neben vielen Kirchenfenstern im Erkelenzer Raum auch Kaminkacheln, die er als Auftragsarbeiten herstellte und die heute noch manchen Kamin in Erkelenz zieren.

Der Kunsthistoriker Christian Krausch hob hervor, dass Völker in seinem Leben ein unermüdlich Schaffender war, der sich neben der Malerei auch in der Archäologie der Heimat einen Namen gemacht hat. Seine Funde sind seit zwölf Jahren in der Sammlung des Rheinischen Landesmuseums in Bonn zu sehen. Krausch bezeichnete Völker als „einen der Stillen im Lande“, dem es bei seinem Schaffen nicht um Lob oder Kritik gegangen sei.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Dr. Hans-Heiner Gotzen, wies darauf hin, dass auch in der Stadtverwaltung die Arbeiten Völkers allgegenwärtig seien.

Alle ausgestellten Werke können auch erworben werden. Nur das Bild mit der Nummer 23 nicht, das wird nach der Ausstellung in den Besitz der Stadt übergehen, wie Elfriede Völker erklärte. Das Aquarell aus dem Jahr 1949 zeigt die Burg und Teile der Stadtmauer.

Die Ausstellung „In Memoriam Will Völker“ war ursprünglich bis zum Sonntag, 22. September, terminiert. Wie der Vorsitzende des Fördervereins, Frank Körfer, mitteilte, wurde sie um eine Woche bis Sonntag, 29. September, verlängert und ist jeweils samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr im Herrenhaus zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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