Hückelhoven: Große Show für kleine Bäume: Bonsai-Ausstellung

Hückelhoven: Große Show für kleine Bäume: Bonsai-Ausstellung

Mönche waren es, die im 10. und 11. Jahrhundert Bonsai-Bäume in Japan etablierten. Nachdem die japanische Oberschicht ihr Interesse an den Miniaturbäumen entdeckt hatte, widmeten sich Experten dieser Baum-Kultur. Diese Kunst zur Perfektion gebracht, blieben die Gewächse zunächst nur der absoluten Oberschicht vorbehalten.

Seeleute brachten die kleinen Bäumchen dann nach dem Ende des zweiten Weltkriegs nach Europa. Zunächst für die breite Bevölkerung unerschwinglich, wurden im Verlaufe der weiteren Jahre aufgrund eines breiten Angebotes die Miniaturbäume auch für die breite Masse erschwinglich.

Frank Teckenbrock erlag bereits in jungen Jahren der Faszination der in Schalen wachsenden Bäume. Vom Liebhaber dieser japanischen Baumkunst entwickelte sich der Heinsberger nach mehrjähriger Ausbildung in der japanischen Bonsai-Vereinigung zum anerkannten Bonsai-Meister. Als Vorsitzender des Bonsai-Arbeitskreises Hückelhoven e.V., der mittlerweile 26 Mitglieder hat, vermittelt Teckenbrock sein Wissen während der ein- bis zweimonatlichen Treffen an die Mitglieder.

Rund 80 in Schalen gezogene Bäume hatten die Mitglieder des Arbeitskreises nun bei ihrer diesjährigen Ausstellung in der Hückelhovener Aula aufgeboten. Gezeigt wurden sowohl Jungpflanzen als auch bis zur Perfektion ausgearbeitete Miniaturbäume. Neben den heimischen Baumarten wie Buchen, Kiefern oder Wachholder standen auch importierte Gewächse im Fokus der Besucher. „Was wir hier zeigen, sind nicht nur vollendete Bonsais. Auch Jungpflanzen, die von unseren Mitgliedern aufgebaut und gestaltet werden, haben eine Berechtigung, in diese Ausstellung mit aufgenommen zu werden“, erläuterte Frank Teckenbrock den Besuchern in der Aula.

Während einiger Demonstrationen verriet der Bonsai-Experte den wissbegierigen Besuchern so manches Geheimnis aus der Bonsai-Kunst. Angesichts der in Hückelhoven gezeigten Prachtexemplare geriet manch einer der Besucher ins Schwärmen.

„Unser Ziel und Zweck ist es, dem interessierten Besucher die Bonsai-Kunst näher zu bringen. Natürlich freuen wir uns auch darüber, aufgrund dieser Ausstellung neue Mitglieder für unseren Arbeitskreis gewinnen zu können“, fügte Thomas Brinker, zweiter Vorsitzender des Bonsai-Arbeitskreises, hinzu.

(gp)
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