Apweiler: Großbrand bei Geilenkirchen

Apweiler: Großbrand bei Geilenkirchen

Beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Geilenkirchen-Apweiler am frühen Sonntagmorgen sind Stallungen und Scheune komplett den Flammen zum Opfer gefallen. Nachbarn des Gehöftes an der Edenererstraße hatten gegen 4.30 Uhr den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.

Als die ersten Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. Zum Glück hatte der betroffene Landwirt zuvor mit Hilfe von Familie und Nachbarn die mehr als zwei Dutzend Kühe und Kälber aus den brennenden Stallungen retten können und diese auf eine Wiese getrieben.

Während der Löscharbeiten wurde später ein weiteres Kalb gefunden und von zwei Feuerwehrmännern zu der Herde gebracht. Mehrere Morgen in der Scheune lagerndes Stroh hatten Feuer gefangen und gestalteten die Löscharbeiten schwierig und besonders zeitaufwändig. Aufgrund der großen Menge der aus der Halle zu entfernenden Strohballen wurde das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Hückelhoven angefordert.

Die rund 120 Feuerwehrkräfte nahmen die Brandbekämpfung mit 7 C-Rohren und einem Wenderohr über die Drehleiter vor. Später wurde auch noch die Drehleiter aus Übach-Palenberg zur Unterstützung eingesetzt.

Neben dem Stroh lagerte auch die Kartoffelernte des Landwirtes in der großen Halle. Als zahlreiche Strohballen im vorderen Teil entfernt worden waren, rutschte eine größere Menge Kartoffeln auf die Straße. Der Landwirt unterstützte die Feuerwehrkräfte, in dem er mit einem kleinen Radlader brennendes Stroh aus dem Schuppen zog.

Später übernahm das THW, das mit sieben Leuten vor Ort war, mit einem großen Radlader diese Aufgabe. Das brennende Stroh wurde auf der Straße teilweise abgelöscht auf einen LKW geladen und zu einem Feld gefahren. Hier wurde es auseinander gezogen. Während der gesamten Löscharbeiten, die bis 14 Uhr am Nachmittag dauerten, konzentrieren die Einsatzkräfte ihr Augenmerk besonders auf den Schutz des direkt angebauten Wohnhauses. Ein Übergreifen der Flammen konnte bisher verhindert werden. Vier Personen wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung von einer Notärztin vor Ort behandelt.

Am Morgen erreichte auch die 1. Einsatzeinheit des Verpflegungszuges des Deutschen Roten Kreuzes den Brandort. 15 Helfer versorgten die Einsatzkräfte kurz darauf mit warmen Getränken und Suppe. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf über 200.000 Euro. Die Ursache für den Brand ist noch ungeklärt, die Polizei hat vor Ort Ermittlungen aufgenommen.