Großartige Stimmung beim Dekanatsschützenfest Gangelt-Selfkant

Gangelt und Selfkant : Großartige Stimmung beim Dekanatsschützenfest

Was für ein Dekanatsschützenfest! Der Freitag bot zum Auftakt einen sehr emotionalen Heimatabend – und das bei bester Resonanz. Es foltge die Trachtengaudi am Samstag mit den „HuNis“ aus dem Allgäu.

Auch bei diesem Lederhosen- und Dirndl-Festival herrschte großartige Stimmung, die am Sonntag den Höhepunkt erreichen sollte. Schützen- und Spielleute übernahmen das Kommando.

Die Bruderschaften aus Langbroich-Harzelt und Waldenrath wurden als erste an den beiden Empfangswagen begrüßt. Und dann ging es fast im Minutentakt weiter, die angereisten 20 Bruderschaften des Dekanatsverbandes Gangelt-Selfkant standen in der Warteschleife vor der Festwiese. Auch die Besucherresonanz war hervorragend: Hunderte Fahrradfahrer wurden in Gangelt gesichtet, die zum Schützenfest unterwegs waren.

Aufgeregt waren unterdessen die Schilderkinder bei der Vergabe der jeweiligen Namensschilder der Bruderschaften. Auf der Festwiese ergab sich somit erneut ein tolles Bild, die Bruderschaften sowie Spielmannsleute untereinander pflegten ihre Freundschaften. Und dann wurde über Lautsprecher verkündet: „Der General kommt, bitte Aufstellung nehmen“. Die insgesamt 21 teilnehmenden Bruderschaften – als Gast wurde St. Antonius Teveren begrüßt – nahmen Aufstellung und begrüßten die St.-Johanni-Bruderschaft mit ihren Majestäten Sebastian und Daniela Erfurth sowie Prinz Florian Mols und Schülerprinz Simon Erfurth. Diese zogen ebenso alle Blicke auf sich wie die charmanten Ehrendamen der Bruderschaften.

Dekanatsschützenfest 2019 in Gangelt: Die Schilderkinder fieberten ihren Auftritt entgegen. Foto: Heinz Eschweiler

Dekanatsbundesmeister Norbert Küppers begrüßte alle Bruderschaften. Er hatte wie die Ehrengäste vom Ehrenwagen aus einen prima Ausblick auf die Festwiese, wo tausende Schützen und Spielmannsleute standen. Ein prächtiges Bild. Nach der Feldandacht, die Pfarrer Daniel Wenzel zelebrierte, übernahm General Wilbert Dahlmanns: „Alles hört auf mein Kommando“, so die traditionellen Worte, nach denen sich dann der Festzug in Bewegung setzte. Die Bruderschaften mit ihren Majestäten zogen alle Blicke auf sich, und die abschließende Parade war ebenfalls ein Zuschauermagnet. Anschließend ging es im Festzelt mit dem Tanz der Majestäten und Fahnenschwenken hoch her.

Der Auftakt des großen Dekanatsschützenfestes stand ganz im Zeichen des Mottos „Gangelt l(i)ebt Tradition“. Der Musikverein eröffnete den Heimatabend, durch das Programm führte mit viel Charme Ulrike Platte. Zu Freude der St.-Johanni-Schützenbruderschaft konnten auch viele ehemalige Gangelter begrüßt werden. Schirmherr Dr. Hermann von den Driesch lobte die lebendige Bruderschaft. Wichtig sei, dass die Bruderschaft sich öffne und auch Schützenschwestern begrüße. Auch die Festredner Pfarrer Daniel Wenzel, Bürgermeister Bernhard Tholen sowie Ortsvorsteher Gerd Schütz würdigten die Brauchtums- und Traditionspflege, die den Heimatgedanken in den Mittelpunkt stelle.

Die Damen ließen es beim Holzschuhtanz so richtig krachen. Foto: Heinz Eschweiler

Und es gab beim Heimatabend Erinnerungen an die Gangelter Geschichte: „Wer kennt noch Dr. Eisenbart, Moritz, Vosse Mie oder Foto Schröder“ fragten Monika Rademacher und Heidi Schröders. Die Schützenfrauen präsentierten zudem den Gangelter Holzschuhtanz und ließen die Bühnenbretter beben. Für Musik sorgte das Trommler- und Pfeiferkorps Gangelt mit Unterstützung aus Stahe-Niederbusch.

Dann wurde es sehr feierlich. Dekanatsbundesmeister Norbert Küppers zeichnete verdienstvolle Schützenbrüder für ihren Einsatz im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften aus. Das Silberne Verdienstkreuz erhielten Mark Achten, Stefan Platte, Andy Chevenger, Florian Mols, Rudolf Wunde, Niklas Bomanns, Norman Bomanns, Sebastian Erfurth, Gerd Mols, Jeannette Brock, Evelyn Brock und Marcel Jansen.

Das Trommler- und Pfeiferkorps Gangelt sowie der Musikverein St. Hubertus Gangelt führten den Festzug an. Foto: Heinz Eschweiler

Der Hohe Bruderschaftsorden wurde verliehen an Guido Bleilebens, Heinz-Josef Hagen, Heinz-Willi Lammertz, Leo Honings, Bernd Brock und Herbert Dahlmanns

Die höchste Auszeichnung des Tages erhielt Wilbert Dahlmanns: Unter großen Beifall verlieh Hermann-Josef Kremer vom Vorstand des Diözesanverbandes Aachen das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz. Für Wilbert Dahlmanns folgte eine weitere Auszeichnung, denn als Anerkennung seiner Verdienste wurde er vom Vorstand der St.-Johanni-Bruderschaft zum General des Schützenfestes ernannt.

Hohe Auszeichnungen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gab es beim Heimatabend. Die höchste Würdigung erfuhr Wilbert Dahlmanns (9.v.l.) mit der Verleihung des St.-Sebastianus-Ehrenkreuzes. Foto: Heinz Eschweiler

Die gastgebende Bruderschaft würdigte anschließend rund 30 Vereinsmitglieder für ihre Vereinstreue, hier standen Guido Bleilebens und Heinz-Josef Hagen für 25 Jahre, Leo Honings für 30 Jahre sowie Herbert Dahlmanns und Wilbert Dahlmanns für 40 Jahre treue Mitgliedschaft im Mittelpunkt.

Höhepunkt war der abschließende Große Zapfenstreich auf dem Schulhof der Gesamtschule unter Mitwirkung des Musikvereins St. Hubertus und des Trommler- und Pfeiferkorps Gangelt mit Unterstützung aus Stahe-Niederbusch, von Schützenoffizieren und Freiwilliger Feuerwehr.

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