Hückelhoven: Gregorian Voices spielen in Evangelischer Kirche

Hückelhoven : Gregorian Voices spielen in Evangelischer Kirche

Einen Musikgenuss der ganz besonderen Art haben die Besucher bei dem Konzert der Gregorian Voices in der Evangelischen Kirche in Hückelhoven erlebt. Die Gregoria Voices, ein aus acht bulgarischen Sängern mit klassischer Gesangsausbildung bestehendes Ensemble, machten während ihrer Frühjahrstour durch die Bundesrepublik Station in Hückelhoven.

Das bulgarische Vokaloktett hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seinen glockenklaren Stimmen den Zwiegesang von Bass, Bariton und Tenor gregorianische Choräle und orthodoxe Kirchenmusik zu reformieren.

Das Spektrum des Chores reicht vom einstimmigen liturgischen Gesang bis hin zur polyphonen Fünfstimmigkeit mit schallenden Bässen und aufsteigenden Falsettstimmen. Abgerundet wird das Repertoire im gregorianischen Stil durch neu arrangierte Klassiker der Popmusik. Eindrucksvoll sind die Klassiker wie John Lennons „Imaging“, Rod Stewarts „I‘ m Sailing“ oder der Dylan Evergreen „Knocking on Heavens Door“.

Zahlreiche internationale Auszeichnung innerhalb der letzten Jahre sind Beleg für die Einzigartigkeit dieses Ensembles. Eine besondere Ehre wurde den bulgarischen Sängern zu teil: Sie durften in klassischen Mönchskutte auftreten.

Aufstellung im Chorraum

Die Kapuzen ihrer Mönchskutte tief in die Gesichter gezogen, die Arme verschränkt, bewegten sich die Mitglieder des Ensembles zu Beginn sehr verhalten durch den Mittelgang der Kirche. Im Chorraum, nur spärlich durch ein Hintergrundlicht beleuchtet, nahmen die Sänger Aufstellung.

Bereits die ersten Stücke des Gesangsoktetts ließen die Einzigartigkeit dieser Formation erkennen. Mit ihrem einstimmigen, unbegleiteten Gesang berührten die Sangeskünstler die Seelen der Zuschauer. Herausragend waren die Einlagen der Solisten, die das Publikum stimmgewaltig und einzigartig faszinierten.

Während der erste Teil des Konzerts ausschließlich gregorianische Choräle und orthodoxe Kirchenmusik beinhaltete, stand der zweite Teil ganz im Zeichen gregorianisch arrangierter Klassiker aus der Popmusik. Mit eigens ihrem Stil angepassten Welthits von John Lennon, Mikel Jackson oder Bob Dylan begeisterten die Mitglieder des Oktetts jeden Einzelnen der Besucher. Langanhaltende, stehende Ovationen des Publikums waren schließlich der gerechte Lohn für ein einzigartiges Konzerterlebnis.

(gp)
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