Golkrath: Keine Ortsumgehung, aber Tempo 30

Verkehr in Golkrath : Keine Ortsumgehung, aber Tempo 30

Der Ort Golkrath leidet zunehmend unter dem Durchgangsverkehr auf der L364. Insbesondere der Schwerlastverkehr hat zugenommen, wie auch der Landesbetrieb Straßen NRW erkannt hat. Daher wurde eine Umleitungsempfehlung für Lastwagen eingerichtet.

Darüber hinaus seien jedoch derzeit keine Maßnahmen wie eine Ortsumgehung möglich, berichtet der Vorsitzende des Golkrather Bezirksausschusses, Klaus Füßer (CDU). Daher habe er die Initiative ergriffen, um wenigstens ein Mindestmaß an Verbesserungen für die Golkrather zu erzielen. Dazu gehört, dass er sich persönlich an die Transportunternehmen der Umgebung wendet, um dort für eine freiwillige Umgehung Golkraths zu werben und sie für das Thema zu sensibilisieren.

„Leider wird die Umleitungsempfehlung von vielen ortskundigen Lkw-Fahrern ignoriert, sodass es oftmals zu Engpässen und gefährlichen Situationen kommt“, betont Füßer. Trotzdem findet er für die bisherige Maßnahme auch lobende Worte. „Hätten wir diese Umleitungsempfehlung nicht eingerichtet, wäre die Situation noch schlimmer.“

Füßer hatte im Rahmen einer Informationsveranstaltung die betroffenen Anwohner im Mai 2018 über festgestellten überhöhten Geschwindigkeiten und Anzahl der Fahrzeuge informiert. Auch der Landtagsabgeordnete Thomas Schnelle (CDU) berichtete über den Sachstand „neue Umgehungsstraße“. Auch beim Besuch von Landesverkehrsminister Wüst hatte Füßer auf die Problematik hingewiesen. Die Landstraßen wurden jedoch bestimmungsgemäß gebaut, um den Schwertransport aufzunehmen. Rechtlich sei es kaum möglich, eine Landstraße für den Schwertransport zu sperren.

Die Golkrather hatten sich daraufhin Gedanken gemacht, durch welche Maßnahmen man zumindest kurzfristig eine Verbesserung der Situation erzielen könnte. Einige der Maßnahmen werden nun umgesetzt. So zum Beispiel Tempo-30-Zonen im Bereich der Kirche, Am Kloster und Hochstraße sowie aus Hückelhoven kommend ab Mitte der Hochstraße. Auch Schilder und bauliche Maßnahmen sollen zur Fahrbahnverengung und damit beim aus Hückelhoven kommenden Verkehr zur Reduzierung der Geschwindigkeit führen. Am Friedhof soll ebenfalls ein zusätzliches Tempo-30-Schild aufgestellt werden.

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