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Glockendenkmal und Kirchenparkplätze feierlich eingesegnet

Kirchengemeinde : Glockendenkmal feierlich eingesegnet

Im Rahmen eines kleinen Festaktes hat die Kirchengemeinde St. Hubertus ihr neues Glockendenkmal und die Kirchenparkplätze der Öffentlichkeit vorgestellt und eingesegnet.

Die Liste aller Helfer sei lang, betonte Hans Lehnen, Pfarreiratsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands. Doch so lang die Liste sei, so lange habe die Realisierung dieses Projekts auch gedauert, etwa sechs Jahre.

Angefangen habe es mit Heinz-Peter Krüsemann, dem Vorsitzenden des Vereins für Gartenkultur und Ortsverschönerung. Bereits 2013 habe er das Projekt unter dem Titel „Rückführung der Glocke aus St. Hubertus Kirchhoven, die als Dauerleihgabe im Heimatmuseum Heinsberg ausgestellt ist, verbunden mit einer Neugestaltung des Kirchenumfeldes“ dem Vorstand seines Vereins vorgetragen. Dieser habe dann zwecks Realisierung des Vorhabens einen Antrag an die Gremien der Kirchengemeinde gestellt. Pfarreirat und Kirchenvorstand hätten eine Erneuerung der Parkplätze ebenfalls für sinnvoll gehalten, und auch einem Glockendenkmal gegenüber habe man sich aufgeschlossen gezeigt. Also seien sowohl von der Kirchengemeinde als auch vom Verein entsprechende Anträge auf Förderung des Projekts gestellt worden.

„Um hier nicht auf jede Nuance von Irritationen eingehen zu müssen, erlauben sie mir die Abläufe ein wenig zu straffen“, fuhr Lehnen dann fort. Bei einem Gespräch im Begas-Haus habe man dann erfahren müssen, dass die besagte Glocke im Zuge der Neuorganisation des Museums nach Aussage von Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann gerade erst mit einem Aufwand von rund 14.000 Euro im Museum einen neuen Platz gefunden hatte. „Nun war guter Rat gefragt, aber nicht teuer!“, betonte Lehnen. Alternativen seien ausgearbeitet, finanzielle und tatkräftige Unterstützung zugesagt worden. Es habe einen positiven Bewilligungsbescheid vom Bistum einschließlich Zuschuss gegeben. „Der Kreis ‚puschte‘ mit der Kreissparkasse einen stattlichen Betrag bei, die Stadt Heinsberg half mit Hand- und Spanndiensten.“ Nach Plänen von René Timmermanns sei dann unter zahlreicher Beteiligung ehrenamtlicher Helfer der Platz bereitet worden.

Und nachdem man sich von der Originalglocke habe verabschieden müssen, habe dann Norbert Poetsch „eine geniale ‚rostige‘ Idee“ gehabt. So steht heute statt der Glocke vor dem Parkplatz der Kirche ein Relief. Es ist dem der originalen Glocke nachempfunden, „und sogar die Inschriften sind für jedermann nicht nur gut sichtbar, sondern ausdrücklich zum Lesen und Nachdenken empfohlen“, freute sich Lehnen. „Der Bezug zur Originalglocke ist hergestellt, und dies kann uns hier wenigstens nicht abhandenkommen.“ Abschließend dankte Lehnen allen Ehrenamtlern und allen Kirchhovener Unternehmern, die bei der Realisierung des Projekts geholfen haben, und lud sie zu einem Umtrunk ins Pfarrheim ein.