Gewerbeverein will „Motor auf Drehzahl“ halten

Vollversammlung : Gewerbeverein will „Motor auf Drehzahl“ halten

Die Entwicklung der Stadt Heinsberg in Sachen Kundennähe und Attraktivität ist auf einem guten Weg. Auch die Ergebnisse der Kundenbefragung, die im letzten Herbst im Rahmen des Projekts „Vitale Innenstädte“ veröffentlicht wurden, hatten dies gezeigt.

Das belegte nicht nur der Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten des letzten Jahres und der Ausblick auf das, was in diesem Jahr noch geplant ist, so wie es der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Peter Heinrichs, bei der Vollversammlung formulierte. 46 Prozent aller Befragten sei das Punktesammeln mit der HeinsbergCard sehr wichtig. Und dies sei wiederum ein Grund dafür, dass die HeinsbergCard das Jahr 2018 mit einem Plus von 6 Prozent und einem Kundenzuwachs von 17,7 Prozent abschloss. Der bonifizierte Umsatz in den ersten beiden Monaten dieses Jahres beläuft sich schon auf ein Plus von 22,6 Prozent. Bereits jetzt konnten 148 Neukunden gewonnen werden.

Der Trend soll beständig bleiben. Deshalb brachte G&V-Geschäftsführerin Heike Northemann die Zielsetzung auf den Punkt: „Wir möchten keinen Stillstand, wir wollen Heinsberg weiterhin als Nummer 1 im Kreisgebiet sehen. Dies setzt natürlich voraus, dass der Motor in Sachen Marketing, Digitalisierung, Sauberkeit und Sicherheit sowie Verkehrsführung und Leerstandsmanagement ständig mit Tempo auf Drehzahl gehalten wird. Heinsberg ist sehr attraktiv – diese Attraktivität und den stimmigen Branchenmix gilt es auszubauen und zu stärken.“

Heinrichs und Northemann hielten denn auch nicht mit der strategischen Ausrichtung für 2019 hinter dem Berg. So soll die Stärke von Heinsberg, nämlich die Erreichbarkeit, weiter verbessert werden. Aus diesem Grund wurde ein Verkehrsausschuss gebildet, der die Beschaffung weiterer Parkplätze und Parkflächen verwirklichen möchte. Zudem soll eine für alle verständliche Verkehrsführung realisiert werden. Der Ausschuss habe sich auch auf die Fahne geschrieben, eine Verödung von Straßenzügen zu verhindern.

In dem Zusammenhang werde die Revitalisierung mit Öffnung der Fußgängerzone für das Auto im Spielstraßen–Tempo angestrebt. „Schaut man sich die Leerstände in der Fußgängerzone an, ist es naheliegend, die Beruhigung aufzuheben, um den Autofluss und somit auch die Menschen in die obere Hochstraße zu ziehen“, meinte Heinrichs.

Der mit über 50 G&V-Mitgliedern gut besuchten Versammlung in der Begegnungsstätte stellte der Vorstand auch in Aussicht, den neuen Einkaufsführer „Scharf auf Heinsberg“ in Kürze zu präsentieren sowie dessen Streugebiet zu Erweitern, um neue Händler und Kunden zu erreichen und um diese für Heinsberg zu begeistern.

Eine bessere und intensivere Kontaktpflege zu den Parteien und den Vereinen sei nötig. „Denn nur gemeinsam sind wir stark. Von innen nach außen. Vom Kern in die umliegenden Orte“, meinte Heinrichs. „Wir können den Onlinehandel nicht verfluchen, wenn wir selbst keine Initiative zeigen.“ Das freie WLAN soll mit Aktionen und Gewinnspielen ausgebaut und für die Kunden und Händler interessant gestaltet werden.

Ein intensives, gemeinsames Handeln, ein ausgeprägtes Stadtmarketing und Entscheidungsfreude – aber auch Querdenken und Mitreden seien in Heinsberg gefragt und gewünscht, zog Heinrichs ein Resümee. Dazu diene auch die zweite Spätschicht, die am 9. April um 19.30 Uhr vom G&V in der Werkbank der Kreissparkasse stattfindet. Hierzu seien alle recht herzlich eingeladen, um sich neu zu vernetzen, neue Impulse zu erhalten oder diese zu geben und um neue Ideen und Eindrücke zu gewinnen.

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