Hückelhoven: „Generationsbrücke“ für Jung und Alt: Ausstellung zeigt Glücksmomente

Hückelhoven: „Generationsbrücke“ für Jung und Alt: Ausstellung zeigt Glücksmomente

„Glücksmomente“ heißt eine Ausstellung, die jetzt in der Hückelhovener Filiale der Kreissparkasse eröffnet wurde und noch bis zum 15. Juni Bezug nimmt auf den demografischen Wandel in der Gesellschaft.

Immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen stehen einer zunehmend kleineren Anzahl von Kindern und Jugendlichen gegenüber, betonten Bürgermeister Bernd Jansen, des Heimleiter des Pflegeheims von St. Lambertus, Marcel Ballas, und der Vorstand der Initiative „Generationsbrücke Deutschland“, Horst Krumbach aus Aachen. Alle Redner freuten sich, in den Räumen der Kreissparkasse viele Kinder und Jugendliche sowie Heimbewohner und alte Menschen versammelt zu sehen.

Horst Krumbach stellte das intergenerative Konzept der „Generationsbrücke Deutschland“ vor und erläuterte dessen Grundpfeiler. Die notwendige Zusammenführung der Generationsbrücke zwischen Jung und Alt wurde hierbei deutlich. Er verwies auf die regelmäßigen Begegnungen zwischen den Bewohnern von Pflegeeinrichtungen und Kita-Kindern und Schülerinnen und Schülern. Schließlich lägen zwischen den anwesenden Kindern und einer ebenfalls anwesenden alten Dame mehr als 80 Jahre.

Wissen und Werte statt Angst

Im Rahmen des Projekts „Generationsbrücke Deutschland“ treffen sich beispielsweise die Kinder des Familienzentrums St. Lambertus bereits seit vier Jahren regelmäßig mit den Bewohnern des Pflegeheims. Ziel dieser Treffen ist es, Begegnungen zwischen Alt und Jung zu schaffen und dabei Wissen weiterzugeben, Berührungsängste abzubauen und echte menschliche Werte zu vermitteln. Auf Wunsch der Kinder wurde unlängst zusammen ein Schnellrestaurant besucht. Normalerweise sind es die jungen Menschen, die vom Erfahrungsschatz der Senioren profitieren.

Jetzt war es genau anders herum. Die Kinder erklärten den Bewohnern, es sei hier ganz normal, dass das Essen nicht auf Porzellan serviert wird und dass man hier ohne Besteck isst. Die Bewohner lernten schnell und ließen sich auf die neuen Gepflogenheiten ein. Es schmeckte, auch wenn mit den Fingern gegessen wurde. Eine völlig neue Erfahrung für die einen, Routine für die anderen Teilnehmer. Impressionen solcher Treffen wurden in Bildern festgehalten.

Bürgermeister Bernd Jansen betonte beim Anblick der ausgestellten Bilder im Foyer der Kreissparkasse, dass schließlich Bilder mehr sagen würden als tausend Worte.

Marcel Ballas ging darauf ein, dass sein Heim von Sankt Lambertus in Kürze 90 Jahre bestehe. Er bescheinigte den Kindern, voller Elan bei der Sache zu sein. Auch Komplimente an die „Generationsbrücke“ wurden ausgesprochen. Tenor war, möglichst vielen alten und pflegebedürftigen Menschen und jungen Menschen mit einem regelmäßigen Miteinander „Glücksmomente“ zu ermöglichen.

(koe/red)
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