Waldfeucht: Geldautomat gesprengt: Anwohner stellt sich Tätern in den Weg

Waldfeucht: Geldautomat gesprengt: Anwohner stellt sich Tätern in den Weg

Am frühen Freitagmorgen ist erneut ein Geldautomat im Kreis Heinsberg gesprengt worden. Als die unbekannten Täter in einem dunklen Fahrzeug flüchteten, versuchte ein Anwohner vergeblich, ihnen mit seinem Wagen den Weg zu versperren.

Nach Angaben der Polizei hatten die Täter gegen 4 Uhr in einer Filiale der Kreissparkasse in der Brabanter Straße zugeschlagen. Anwohner hörten einen lauten Knall und konnten beobachten, wie zwei dunkel gekleidete Männer mit Sturmhauben einen Sack zu einem dunklen Auto trugen und einstiegen.

Dabei handelt es sich wahrscheinlich um einen Audi mit niederländischem Kennzeichen. Als die Täter losfuhren, versuchte ein Zeuge ihre Flucht zu stoppen, indem er mit seinem Auto den Weg versperrte. Dabei kam es glücklicherweise nicht zu einem Zusammenprall. Den Tätern gelang in dem über 400 PS starken Wagen die Flucht in Richtung Niederlande. Eine Sprecherin warnte vor solchen Aktionen: „Es ist mit Gegenwehr zu rechnen. Das ist sehr gefährlich.”

Die Kriminalpolizei hat vor Ort Spuren gesichert und die Ermittlungen aufgenommen. Der Schaden am Gebäude hält sich augenscheinlich in Grenzen. Zur Höhe des Schadens gibt es noch keine Angaben.

Damit reißt die Serie an versuchten Geldautomatensprengungen im Kreis Heinsberg weiterhin nicht ab. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes ist das der 38. Angriff auf einen Geldautomaten in diesem Jahr. 2015 hatte es 67 versuchte und erfolgte Automatensprengungen gegeben. Das Landeskriminalamt hat die Sonderkommission „Heat“ eingerichtet, die sich mit der Serie in der Region befasst.

(red)