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Gerüchte um Kreißsaalschließung: Geburtshilfe am Heinsberger Krankenhaus bleibt geöffnet

Gerüchte um Kreißsaalschließung : Geburtshilfe am Heinsberger Krankenhaus bleibt geöffnet

Die Gerüchte sorgen bei Hausärzten und werdenden Müttern gleichermaßen für Unruhe und Besorgnis. Ist die Geburtshilfestation am Heinsberger Krankenhaus denn nun geschlossen oder nicht? Das Krankenhaus spricht Klartext.

„Wie Sie wissen, mussten wir unseren Kreißsaal in der Vergangenheit das eine oder andere Mal wegen akuter Personalengpässe am Wochenende abmelden“, erklären Dr. Uwe Käschel, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe am Heinsberger Krankenhaus, sowie Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders in einem gemeinsamen Schreiben an niedergelassene Ärzte der Region.

Sich wie ein Lauffeuer verbreitende Gerüchte hatten bei den Medizinern und werdenden Müttern gleichermaßen Unruhe und Besorgnis hervorgerufen. Können die Ärzte ihre Patientinnen noch ruhigen Gewissens zum Heinsberger Krankenhaus schicken? Finden sie dort überhaupt Aufnahme? Diese Fragen brannten unter den Nägeln. Doch jetzt soll Klarheit geschaffen werden über die derzeitige Situation.

Entgegen den anders lautenden Gerüchten, sei der Kreißsaal am Heinsberger Krankenhaus „bis auf weiteres besetzt“, erklären Käschel und Schröders. Davon ausgenommen sei die Zeit an den Wochenenden zwischen samstags 6 Uhr und montags 6 Uhr. „Sollten sich an dieser Regelung Änderungen durch erneute Personalengpässe ergeben, informieren wir Sie zeitnah“, heißt es in dem Schreiben an die Ärzteschaft. Und weiter: „Geburtsplanungen der von ihnen überwiesenen Patientinnen finden ebenso weiterhin statt, inklusive der Festlegung von geplanten Kaiserschnitten.“ Bei Notfallindikationen im Zusammenhang mit bevorstehenden Geburten sollen die Betroffenen die Geburtsklinik des Hermann-Josef-Krankenhauses in Erkelenz aufsuchen, die bereits über den Sachstand informiert ist.

Ab dem 1. Januar 2023 arbeite die Geburtshilfe des Heinsberger Krankenhauses dann mit einem neu aufgestellten, deutlich größeren Hebammenteam zusammen. Die Hebammen, die schon lange Jahre in der Region aktiv sind, sollen als Beleghebammen im Hause tätig sein und die geburtshilfliche Versorgung fortan so verstärken, dass leichter geplant werden könne. „An allen Tagen im Jahr wird dann rund um die Uhr wieder eine Hebamme für die Schwangeren da sein.“