Hückelhoven: Gebäudebau: Innenstadt soll in die Höhe wachsen

Hückelhoven: Gebäudebau: Innenstadt soll in die Höhe wachsen

Es geht aufwärts in Hückelhoven — baulich gesehen. Nein, natürlich kann man nicht von einer „Skyline“ sprechen, die da an der Parkhofstraße entsteht. Aber eine sehr markante, von Urbanität geprägte Umgestaltung der früheren Hauptstraße der ehemaligen Zechenstadt geht Schritt für Schritt voran.

Die Stadt wird deshalb für diesen Bereich sogar einen neuen Bebauungsplan aufstellen, der den in die Höhe wachsenden Neubauansprüchen gerecht wird.

Neben dem vor Jahresfrist fertig gestellten Gebäudekomplex an der Schnittstelle zwischen Hückelhoven Center und der Parkhofstraße, wo zu Kohlezeiten die Bergberufsschule stand, und dem gerade errichteten mehrstöckigem Gebäude am Kreisverkehr gegenüber dem alten Polizeigebäude wird in wenigen Monaten mitten an der Parkhofstraße ein weiteres mehrgeschossiges Wohngebäude das neue Stadtbild prägen. Der Bauausschuss gab jetzt grünes Licht für das Bauvorhaben „Parkhofstraße 97 und 99“.

Der Eigentümer hat vor, die beiden Gebäude abzureißen und an der Stelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus, das sich über beide Grundstücke erstrecken soll, zu errichten. Gleichzeitig soll im hinteren Grundstücksbereich ein weiteres Wohngebäude mit Ausrichtung zur Dr.-Eberle-Straße erbaut werden. Das entlang der Parkhofstraße geplante Gebäude soll als viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit ausgebautem Dachgeschoss ausgeführt werden. Um sich den noch stehenden älteren Gebäuden in der unmittelbaren Nachbarschaft gestalterisch anzupassen, ist ein Mansardendach geplant.

Ein „leichter Schrecken“ sei den Mitgliedern der SPD-Fraktion nach den Worten ihres Sprechers Jörg Leseberg schon durch die Glieder gefahren, als sie die Entwürfe für das geplante Projekt vor Augen hatten: „Bei der Umschreibung ,harmonisch Anpassung an die bestehende Bausubstanz‘ kamen doch leichte Zweifel auf“, sagt er. Aber letztendlich sei auch seine Fraktion zu dem Schluss gekommen, dass ein urbanes Leben in der Stadt auch eine „Verdichtung des Stadtkerns“ beinhalte. Und dass das geplante Bauprojekt einen „neuen Ansatz zur Attraktivierung der Parkhofstraße“ darstelle.

Lesebergs christdemokratischer Kollege Heinz-Josef Kreutzer sah das genauso, als er von einer möglichen „Initialzündung durch dieses Bauprojekt für weitere Investoren“ sprach: „Auf diese Weise lässt sich ohne Grundstücksverbrauch neuer Wohnraum in der City schaffen“, sagte Kreutzer. Die CDU sei sich mit der SPD einig, dass man mit Blick auf weitere Bauvorhaben den Bebauungsplan für die Parkhofstraße ändern soll, um künftig viergeschossige Bauvorhaben zur Regel zu machen.

Man muss also kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass die Hückelhovener Innenstadt künftig in die Höhe wächst.

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