Stadtmusikfest und Herbstkirmes: Ganz und gar nicht grau und trist

Stadtmusikfest und Herbstkirmes : Ganz und gar nicht grau und trist

Der Herbst in Hückelhoven ist nicht grau und auch nicht trist: Gleich zwei Großveranstaltungen, die Herbstkirmes und das Stadtmusikfest, zogen nahezu wie magnetisch zahlreiche Besucher in die Innenstadt.

Der verkaufsoffene Sonntag der Werbegemeinschaft der Stadt Hückelhoven lud zum Einkaufen ein, und die Geschäfte lockten mit Überraschungen, Aktionen und Sonderangeboten. Lokale und Cafés sorgten für einen gelungenen Genuss-Sonntag.

Das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Bernd Jansen stehende 45. Stadtmusikfest, organisiert vom Stadtmusikbund und der städtischen Abteilung für Kultur und Stadtmarketing, war ein Muss für Fans und Freunde bodenständiger Spielmanns- und Blasmusik, da die Parkhofstraße und der Wildauer Platz kurzzeitig zur klingenden Musikmeile Hückelhovens wurden. Der Aufmarsch der Spielleute und Stadtmusikvereine sowie der Ehrengäste und der teilnehmenden Vereine startete in fünf Musikblöcken am Shalom-Platz.

Zunächst begrüßte jeder Block die Besucher mit einem zünftigen Marsch. Gemeinsam musizierend erreichten dann die Trommlerkorps Kleingladbach und Doveren sowie der Instrumentalverein Hifarth und die mitmarschierten Ehrengäste den Wildauer Platz. Danach folgten der Trommler- und Pfeiferverein Lindern und der Musikverein Rurich, gefolgt vom Trommlerkorps Wassenberg, dem Musikverein „Freisinn“ Baal und den Aktiven der Hückelhovener Karnevalsgesellschaft (HKG).

Im vierten Block dann das Trommler- und Pfeiferkorps Brachelen und die Blaskapelle Brachelen. Zum Schluss marschierte die Bergkapelle Sophia-Jacoba, flankiert vom Knappenverein St. Barbara Hilfarth-Hückelhoven. Das gemeinsame konzertieren aller musizierenden Vereine hat mittlerweile Tradition und ist in jedem Jahr das Highlight des Stadtmusikfestes.

Für das große Finale am Wildauer Platz übernahm Rolf Deckers, der unter anderem auch Dirigent der Bergkapelle Sophia-Jacoba und der Blaskapelle Brachelen ist, gewohnt souverän und entspannt die musikalische Gesamtleitung. Die Moderation lag in den Händen von Kar-Heinz Rolfs.

Nach dem einleitenden Lockmarsch erklang der „Ruetz“-Marsch. Die Musikvereine standen, wie bei einem großen Blasmusikfest üblich, mittlerweile nach Registern geordnet zusammen, genauso auch die Spielleute. Das Gefühl, eine riesige „Musikerfamilie“ zu sein, hat sich nicht nur positiv auf die Zuhörer übertragen, sondern auch die Musikerinnen und Musiker schwammen sichtlich auf einer Welle der Euphorie. Nach dem „Regimentsgruß“, der die Herzen der Marschmusik-Fans höher schlagen ließ, wurde die Polka „Wir Musikanten“ gespielt, in deren Text es bezeichnenderweise heißt: „Wir Musikanten, vereint durch Spiel und Gesang , sind befreundet ein Leben lang. Uns Musikanten ist Harmonie pur im Blut, Musik, die tut uns recht gut.“

Ein schönes Motto für ein Stadtmusikfest, das mit dem Marsch: „In Harmonie vereint“, und „Dem Land Tirol die Treue“ wirklich harmonisch ausklang. Das passte dann auch dazu, was Rolf Deckers im Interview sagte: „Wir, die musizierenden Vereine Hückelhovens, wollen den Menschen unserer Stadt und der Region, nicht nur der Blasmusikszene, eine Plattform geben und der Bevölkerung beste Unterhaltung und ein tolles Fest bieten“.

Ein Konzept, das aufgeht und wieder einmal mehr ein Garant für den Erfolg des diesjährigen Stadtmusikfestes war. Dem Ruf der Hückelhovener Herbstkirmes folgten von Samstag bis einschließlich Dienstag viele Hundert Besucher rund um das Rathaus und das Gymnasium. Der Jahrmarktsrummel war mit modernsten Hightech-Fahrgeschäften, beliebten Kirmesklassikern und Buden mit viel Leckerem bestückt. Zeitweise gab es fast kein Durchkommen mehr. Am Montag war dann der immer wieder beliebte Familientag mit Besucher-Ermäßigung auf den Fahrgeschäften. Zum Kirmes-Abschluss gab es am Dienstag dann das traditionelle Höhenfeuerwerk.

Mehr von Aachener Zeitung