Selfkant-FDP: Furcht vor Belastung durch Pkw-Maut

Selfkant-FDP : Furcht vor Belastung durch Pkw-Maut

Im Bürgerhaus Schalbruch begrüßte Karl Busch, Vorsitzender der Selfkant-FDP, die Gäste. Ein herzliches Willkommen galt auch der FDP-Bundestagsabgeordneten Katharina Willkomm (Kreis Düren).

Busch blickte auf viele politische Akzente in 2018 zurück – angefangen beim traditionellen Neujahrsempfang in der Wehrer Bahn über den Kreisparteitag im Mai bis zum Gedankenaustausch mit der Gemeinde Onderbanken. Besonders liege den Selfkant-Liberalen die Entwicklung des Sportparks Höngen sowie der Gemeindezentren in Saeffelen und Süsterseel am Herzen, betonte Karl Busch.

MdB Katharina Willkomm rückte das Thema Maut in den Fokus. Nach der geplanten Ausweitung auf einspurige Bundesstraßen gebe es gerade für den ländlichen Raum eine große Belastung durch Lkw. Die im nächsten Jahr einzuführende Pkw-Maut lasse einen wirtschaftlichen Schaden für Deutschland befürchten, gerade in grenznahen Gebieten, meinte Willkomm. Besonders dem Einzelhandel drohten Einbußen. Dies sei gerade auch für den Selfkant relevant, da viele Besucher aus dem niederländischen und belgischen Grenzgebiet zum Einkaufen in den Selfkant kommen.

Ein Ausweichen auf den öffentlichen Personennahverkehr sei hier keine Alternative. Fraglich sei darüber hinaus, welche Auswirkungen die Maut-Regelung für Pendler, Grenzarbeiter und Nutzer der der einstigen Transitstraße (jetzige L410) zwischen Koningsbosch und Brunssum haben werde und ob die Pkw-Maut auch für Straßen wie die B56n (die eigentlich eineinhalbspurig ist) gelte.

Die Bundestagsfraktion erarbeite derzeit einen Antrag gegen die Einführung der Pkw-Maut, sagte Katharina Willkomm. Dieses Thema müsse im Europawahlkampf eine wichtige Rolle einnehmen, so die Bundestagsabgeordnete.

(agsb)
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