Erkelenz: Für mehr Sicherheit und Ordnung: Suche nach Busbegleitern

Erkelenz: Für mehr Sicherheit und Ordnung: Suche nach Busbegleitern

Mit einem Ortstermin am ZOB bekräftigte der Kinderschutzbund sein Anliegen, vor Ort durch den Einsatz von Busbegleitern für mehr Sicherheit zu sorgen. Am Zentralen Omnibushof (ZOB) Krefelder Straße/Zehnthofweg/Schulring herrscht zu Schulbeginn und nach Schulschluss reges Gedränge. Vor allem Schüler der unteren Klassen, die neu dabei sind, empfinden dies oft als beängstigend.

Der Kinderschutzbund will deshalb mit älteren Schülern, die als Busbegleiter vor Ort tätig sind, für Ordnung und ein wenig mehr gefühlte Sicherheit sorgen. Dies scheitert bislang am Desinteresse der Schüler. Schon vor den Sommerferien hatte der Kinderschutzbund mit einer Flyer-Aktion Freiwillige gesucht — ohne Erfolg. Davon lasse man sich aber nicht entmutigen, erklärte der Vorsitzende des Erkelenzer Kinderschutzbundes, Michael Kutz.

Er war mit Annegret Steingießer, Johannes Kiwitt von der Kreisverkehrswacht und Swantje Day von der Elternpflegschaft des Cusanus sowie dem Lehrer Jürgen Trautwein vom Cornelius-Burgh gekommen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Tatsächlich ging es um 15.15 Uhr gesittet zu, was aber der geringen Anzahl der wartenden Schüler geschuldet war.

Zu Spitzenzeiten herrsche ein Gedränge, bei dem gerade die Kleinen es mit der Angst zu tun kriegen. Dies lege sich aber mit der Zeit, wusste Trautwein zu berichten. Dabei bezog er sich auf Umfragen, die er bei den eigenen Schülern durchgeführt hatte. „Schüler der fünften und sechsten Klassen empfinden die Situation als beängstigend“, berichtete er. „Dann lässt das Gefühl nach, was wohl an der Gewöhnung liegt.“ Die Bereitschaft, aufgrund der eigenen Erfahrungen als Busbegleiter zu helfen, sei bei den infrage kommenden Neuntklässlern dann „quasi gleich null“.

Mittlerweile haben sich zwei Schüler bereit erklärt, am ZOB als Busbegleiter dabei zu sein. „Das ist schön, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, betonte Kutz. Denn mindestens zehn Freiwillige würden benötigt, um eine spürbare Präsenz zu zeigen. Swantje Day ist immer wieder bemüht, das Thema auch in die Elternschaft zu tragen und diese zu sensibilisieren. Viel zu oft sei die Reaktion aber, dass die Kinder dann mit dem Auto zur Schule gefahren werden, was zum Verkehrschaos am Morgen vor den Schulen beiträgt.

Johannes Kiwitt sprach ältere Schüler an, um zu erfahren, wie sie die Situation am ZOB einschätzten. Der pensionierte Polizeibeamte erntete durchaus Zustimmung, denn die Schüler empfanden die Situation als „ganz schön voll“. Sein Vorschlag, sich doch als Busbegleiter ausbilden zu lassen, stieß jedoch nicht auf offene Ohren.