Erkelenz: Fröhlich-freche Spukerei in der Stadthalle Erkelenz

Erkelenz: Fröhlich-freche Spukerei in der Stadthalle Erkelenz

Das kleine Nachtgespenst spukte durch die Stadthalle und brachte die großen und kleinen Zuschauer gleichermaßen zum Lachen. Die Figur aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler stammt aus dem Jahr 1966 und kann mit Fug und Recht als Klassiker der Kinderliteratur bezeichnet werden, der bislang in über 40 Sprachen übersetzt wurde.

Temporeich und humorvoll erzählt wurde die Geschichte von dem kleinen Gespenst auf Burg Eulenstein vom Ensemble der Burghofbühne Dinslaken. Das kleine Gespenst (Julia Sylvester) hat einen sehnlichen Wunsch: einmal das Tageslicht sehen. Denn seine aktive Zeit beschränkt sich auf die eine Mitternachtsstunde, und in der kann man kaum genug erleben.

Ein Zufall und ein Uhrmacher ermöglichen es dem Gespenst, auch tagsüber herum zu spuken. Einziger Haken: Es ist auf einmal durch das Sonnenlicht schwarz. Aber es kann die Jubiläumsfeiern zum 325. Jahrestag der Belagerung von Burg Eulenstein durch den schwedischen General Torsten Torstenson (Arno Kempf) ordentlich durcheinanderbringen.

Unterstützung erhielt es dabei von den beiden Schulkindern Lisa (Marie Förster) und Robert (Markus Penne). Bis das Gespenst durch einen Mondstrahl wieder weiß wird und freiwillig zu seiner gewohnten Tageszeit zurückkehrt, gab es auf der Bühne eine Menge Klamauk, Musik und auch ein bisschen Spannung.

Das Tempo kam auch durch das Bühnenbild zustande, das durch einfache Schiebelösungen lange Umbauten vermied und schnell von einer Szene zur nächsten sprang.

Die Schauspieler rund um das Nachtgespenst traten in verschiedenen Rollen auf und ernteten viel Applaus. Nach einer Stunde war der lustige Spuk vorbei.

(hewi)
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