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„Youth for Future Africa“: Fridays-Aktivistin Vanessa Nakate liest in Lützerath

„Youth for Future Africa“ : Fridays-Aktivistin Vanessa Nakate liest in Lützerath

Das Protestcamp am Tagebau Garzweiler empfing am Samstagmittag erneut prominenten Besuch. Die ugandische Fridays-for-Future Aktivistin Vanessa Nakate las aus ihrem Buch „Unser Haus steht längst in Flammen“.

„Afrika ist nur für 3 Prozent der bisherigen Emissionen verantwortlich, doch hart von der Klimakrise betroffen“, sagte Vanessa Nakate. „Auch in Uganda protestieren Viele gegen weitere Ungerechtigkeit. Lasst uns diesem Protest Gehör verschaffen: Ich weiß, eine andere Welt ist nötig. Und ich weiß, eine andere Welt ist möglich.“

Ihre Unterstützung war in Lützerath Anlass zur Freude: „Weil wir zu einer Welt wollen, in der alle gut leben können, brauchen wir zwei Dinge: Ein ökologisches und soziales Wirtschaftssystem durch die Kämpfe derer, die jetzt am stärksten betroffen sind“, erklärte Salome Dorfer, eine Sprecherin des Protestcamps. „Und wir brauchen den sofortigen Kohleausstieg. Die Kohle, die RWE hier verbrennt, trägt maßgeblich zur Klimakrise bei.“

Seit dem vergangenen Jahr campen Aktivistinnen und Aktivisten am Tagebau Garzweiler, um die Zerstörung des Dorfes Lützerath zu verhindern. Immer wieder besuchen prominente Klimaschützerinnen das Dorf. Zuletzt waren Greta Thunberg, Luisa Neubauer und Carola Rackete vor Ort.

International bekannt wurde Vanessa Nakate durch die Gründung von „Youth for Future Africa“ und des „Rise Up Movement“, außerdem für ihren Einsatz für den Regenwald im Kongo-Becken und ihren Protest gegen Rassismus nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2020.