Erkelenz: Freifläche am ehemaligen Rewe-Zentrallager wird erschlossen

Erkelenz: Freifläche am ehemaligen Rewe-Zentrallager wird erschlossen

Nach jahrelanger Diskussion um die Zukunft des Areals sind nun Fakten geschaffen worden: Mit der Erschließung der Freifläche am ehemaligen Rewe-Zentrallager wird eine kompakte und verkehrsgünstig gelegene Fläche in Angriff genommen.

Beim Spatenstich zeigten sich Investoren und Stadt gleichermaßen überzeugt von der geplanten Nutzung. Derzeit wird die Erschließungsstraße gebaut, über die das Gelände zukünftig vom Kreisverkehr Aachener Straße aus erreichbar sein wird. Eine Anbindung an die Paul-Rüttchen-Straße, die für das Projekt mal im Gespräch war, entfällt, da auch der Zulieferverkehr über die neue Straße geschehen soll. Entstehen sollen im ersten Bauschritt eine Tankstelle, eine Waschstraße und eine Filiale der Fast-Food-Kette „Burger King“.

Die moderne Tankstelle mit zwölf Säulen und einem Solardach wird von der Fred Pfennings GmbH & Co. KG aus Baesweiler im Auftrag von Shell gebaut. Die Waschstraße wird das Unternehmen, das auch in Geilenkirchen die angeblich modernste Tankstelle Deutschlands betreibt, in Eigenregie führen.

Auch hier setze er auf moderne und umweltfreundliche Technik und moderne Standards. So werden eine Zapfsäule, eine Toilette und der Kassenbereich behindertengerecht ausgebaut sein, betonte Fred Pfennings. Geplant ist ein 24-Stunden-Betrieb. Neben Benzin wird es auch Autogas geben, eine Elektroladestation ist geplant. Ein Bistro, eine Lounge sowie eine Außenterrasse und ein Geldautomat der Kreissparkasse runden das Bild vor Ort ab. Noch im Dezember sollen Tankstelle und Waschstraße in Betrieb genommen werden.

Zur selben Zeit soll auch das Fast-Food-Restaurant mit Drive-in-Schalter fertig sein, erklärte Helmut Rönnebäumer von der Westfalen AG, die es als Franchise-Nehmer betreiben wird. Rund 8300 Quadratmeter werden in diesem Bauabschnitt bebaut. Bleiben rund 55.000 Quadratmeter übrig. Auf dem übrigen Gelände errichtet die Mönchengladbacher H.&J. Jessen Baugesellschaft einen Obi-Baumarkt und Firmenräume für bis zu fünf Unternehmen.

Mit dem dafür nötigen Rückbau des ehemaligen Zentrallagers werde im Januar begonnen, betonte Geschäftsführer Joachim Bücker. Anfang 2018 soll der Markt mit rund 300 angeschlossenen Stellplätzen fertig sein. Seine Pläne für die sinnvolle Nutzung der restlichen 20 000 Quadratmeter werde er in Kürze vorstellen, ergänzte Bücker.

Das Gelände ist aufgrund seiner Lage für diese Nutzung bestens geeignet. Von der Autobahn und der Bundesstraße aus ist es gut erreichbar und bietet auch Abstellmöglichkeiten für Lastwagen. „Das Gesamtkonzept der Nutzung war uns wichtig“, erklärte Bürgermeister Peter Jansen. Die Erschließung soll im Dezember abgeschlossen sein, fügte der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg hinzu. Für den Kanalanschluss werde unter dem Kreisverkehr gearbeitet. Im Frühjahr soll auch eine Pkw-Ausfahrt zur Karl-Benz-Straße folgen, die allerdings nicht für den Lieferverkehr vorgesehen sei.

(hewi)
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