Heinsberg: Freies Wlan in der Innenstadt: Heinsberg lädt zum Surfen ein

Heinsberg : Freies Wlan in der Innenstadt: Heinsberg lädt zum Surfen ein

Ein wenig länger als gedacht hat es am Ende schon gedauert. Doch jetzt kann jeder Besucher der Heinsberger City beim Bummeln kostenloses Wlan nutzen.

Zum Thema „Vitale Innenstädte 2016“ hatten der Gewerbe- und Verkehrsverein Heinsberg und die Stadt beim Institut für Handelsforschung IFH in Köln im Jahr 2016 eine Umfrage in Auftrag gegeben. Als eine von insgesamt 121 Städten. Im September des Jahres wurde die Passantenbefragung durchgeführt. Die Schwächen der Einkaufsstadt, die die Bürger seinerzeit neben vielen Stärken aufgezählt hatten, listete der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Peter Heinrichs, damals auf: „Zu wenig Parkplätze, eingeschränktes Freizeitangebot, noch kein freies Wlan.“ In Sachen Wlan gehört die Kritik nun definitiv der Vergangenheit an.

Klaus-Dieter Kroll, Heike Northemann, Tim Gülicher, Peter Heinrichs und Arnd Schürmann sind mit der Entwicklung der Innenstadt zufrieden. Foto: Herwartz

Zugang kinderleicht

BU. Foto: Herwartz

Mit diesem „ganz besonderen Service“ könnten alle auf innerstädtischen Straßen und Plätzen in Heinsberg frei und schnell im Internet surfen, erläutert Heinrichs. Dabei sei der Zugang kinderleicht. Nach einmaliger Anmeldung seien die Nutzerinnen und Nutzer mit einem Klick im Netz. „Wir halten es für zeitgemäß und notwendig, den Besuchern der Innenstadt dieses Angebot zu machen. Wir tragen dazu bei, die Digitalisierung der Gesellschaft weiter voranzutreiben. Zudem verschaffen wir uns mit zuverlässigem und schnellem Gratis-Wlan einen echten Standortvorteil.“ Das Netz werde tausendfach genutzt und „wir haben mit dem Unternehmen The Cloud Networks aus München und mit Tim Gülicher, der in der Region lebt, einen hervorragenden Partner für den Netzaufbau und Netzbetrieb gefunden“.

Gülicher war in der Tat offenbar für die Heinsberger ein Glücksgriff, hat er doch mit dem Unternehmen The Cloud Networks längst in Städten wie London oder Stockholm im großen Stil unter Beweis stellen können, dass er sein Handwerk versteht. Um das freie Wlan in der Innenstadt flächendeckend zu realisieren, bedurfte es an mehreren strategischen Punkten so genannter Access-Points.

Die Firmen Intersport, Immobilien Florack, Bäcker Dick, Optik Louis und natürlich das Handelshaus Heinrichs stellten sich hierfür zur Verfügung und ermöglichten einen Internetzugang. „Es ist wichtig, dass die Kommunikation lückenlos stattfindet“, erklärt Gülicher. „Deshalb musste ein Übergang von Access-Point zu Access-Point gewährleistet sein.“

Heinrichs legt Wert auf die Feststellung, dass alle Nutzer dabei von- einander separiert würden. Alle Daten seien vor Missbrauch gesichert. „Unser Hauptziel ist es, junge aber auch ältere Leute abzuholen, die eine Internetaffinität haben.“ Sie sollen durch das freie Wlan einen weiteren Grund haben, sich gerne in Heinsberg aufzuhalten. Im ersten Monat scheint das schon bestens geklappt zu haben. Wie Gülicher bestätigt, hätten alleine im Monat Juni schon 10.500 Nutzer von dem neuen Service in der Kreisstadt Gebrauch gemacht. Bei der Umsetzung konnte der Gewerbe- und Verkehrsverein auf die finanzielle Unterstützung der Kreissparkasse Heinsberg und der Volksbank Heinsberg zählen, die die Installationskosten größtenteils übernehmen.

Auch die Stadt Heinsberg mache sich derzeit für den weiteren Ausbau des Wlan-Netzes stark, um Heinsberg zukunftsfähig und attraktiv zu gestalten, meint Heinrichs. „Darüber freuen wir uns sehr.“ Für den G&V-Vorsitzenden ist die Digitalisierung fester Bestandteil einer zukunftsorientierten Handelspolitik. „Das freie Wlan ist dabei eine notwendige Grundlage.“ Als Leiter des Handelsausschusses im Kammerbezirk Aachen hatte sich Heinrichs unlängst beim Präsidium der Kammer dafür eingesetzt, dass Heinsberg Teil eines Projektes mit der Technischen Hochschule und der FH Aachen wurde, in dem es um die Digitalisierungsanforderungen geht, mit denen die Händler konfrontiert werden. In einem Onlinemonitoring wird der Digitalisierungsgrad der Händler im Kammerbezirk überprüft, in einem Quick-Check der eigene Digitalisierungsgrad.