Heinsberg-Kirchhoven: Freibad: Vor Saisonstart fließt jede Menge Schweiß

Heinsberg-Kirchhoven: Freibad: Vor Saisonstart fließt jede Menge Schweiß

Paletten mit Kalksandsteinen und unzählige Eimer mit Farbe auf der einen Seite, große Pakete mit Fliesen und Aluminiumteilen auf der anderen, das sieht nach Arbeit aus im Freibad in Kirchhoven. „Ja, hier wird richtig malocht“, schmunzelt Laury Hubert bei einem kleinen Rundgang zusammen mit Schriftführer Philip Rademacher und Roland Schößler, Geschäftsführer der Bürgerbad Kirchhoven gGmbH.

Zunächst führt der Weg in die Umkleide- und Sanitärbereiche. Auffällig ist hier der große, neu geschaffene Raum im Umkleidebereich. 20 der bisher 40 Umkleidekabinen sind ausgebaut worden. So ist ein mehr als 50 Quadratmeter großer Raum entstanden, der zunächst als Büro und Lager genutzt werden soll, „und den wir später vielleicht auch für Veranstaltungen vermieten wollen“, fügt Hubert hinzu. Der gesamte Umkleidebereich, der bisher offen zugänglich war, soll zudem verglast werden und künftig zudem noch durch Türen in den neuen Glaselementen zugänglich sein. „Das sehen wir nicht nur als Schutz vor Verschmutzung, sondern auch als Prävention gegen Vandalismus“, sagt Rademacher.

Philip Rademacher (linkes Foto,links)) und Laury Hubert in der Baustelle Umkleide und Frank Louis beim Schnitt der Bäume auf dem Freibad-Gelände. Foto: Anna Petra Thomas

Darüber hinaus sollen bis zur Saisoneröffnung am 6. Mai alle Sanitärbereiche noch komplett neu gefliest werden. Ebenso wie der Boden im Umkleidebereich. Schließlich sollen Spinde und Bänke in den Sammel-Umkleideräumen ausgetauscht werden. Profitieren werden die Gäste des Bades hier zudem von einem neuen Warmwasser-Speicher für die Duschen. Ein Raum für eine behindertengerechte Dusche und Umkleide ist schon eingeplant. „Mit den Arbeiten dafür werden wir jedoch erst zum Ende der Saison beginnen können“, so Hubert. Weiter ist für die Zukunft geplant, für behinderte Menschen einen Lift am Becken zu installieren.

Philip Rademacher (linkes Foto,links)) und Laury Hubert in der Baustelle Umkleide und Frank Louis beim Schnitt der Bäume auf dem Freibad-Gelände. Foto: Anna Petra Thomas

Gleich hinter dem Gebäude mit den Umkleideräumen wird derzeit kräftig gegraben. Hier soll eine Bodenplatte geschaffen werden für einen großen Container, der künftig den großen, fahrbaren Rasenmähern ebenso Platz bieten soll wie den Fahrrädern der ehrenamtlichen Mitarbeiter, von denen es derzeit im Freibad rund 180 gibt. Überhaupt sind die mit der Grünpflege beschäftigten Mitarbeiter derzeit überall auf dem Gelände anzutreffen. Sie sind mit Grünschnitt sowie mit Rasen- und Beetpflege beschäftigt.

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Im Freigelände sollen die Sport- und Spielangebote um ein Calis-thenics-Gerüst erweitert werden, das für das Fitness-Training mithilfe des eigenen Gewichts genutzt werden kann. Dazu passend soll es in der kommenden Saison auch Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene geben. Auf die große Spaßrutsche, die zunächst aus einem anderen Bürgerbad übernommen werden sollte, verzichten die Kirchhovener dagegen. „Die Kosten für Sanierung, Transport und Einbau wären nicht abschätzbar gewesen“, erklärt Rademacher.

Wie am Kinderplanschbecken sind auch am großen Becken und am Sprungturm dem Vorstand zufolge kleinere Sanierungsarbeiten notwendig. Die Chlorgas-Warnanlage ist inzwischen erneuert worden. Die Mess- und Regeltechnik für die Chlordosierung sei ebenfalls überholt und wo nötig mit Neuteilen ausgestattet worden, so Hubert weiter. Schließlich soll die Beleuchtung am Becken ausgebaut werden, vor allem mit Blick auf die ausgedehnteren Badezeiten und die geplanten Veranstaltungen wie etwa die Warmbadenacht, die in diesem Jahr für den 26. August im Kalender steht. Schon zwei Monate vorher, am 17. Juni, wird das Freibad zudem sein 80-jähriges Bestehen feiern. Weiter strebe der Verein derzeit verstärkt Kooperationen mit Heinsberger Vereinen und auch Jugendeinrichtungen an, um mit ihnen gemeinsam attraktive Freizeitangebote für junge Menschen zu schaffen, betont Hubert.

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