Heinsberg: Frauenrath seit 25 Jahren in den neuen Bundesländern

Heinsberg: Frauenrath seit 25 Jahren in den neuen Bundesländern

Es ist ein Jubiläum, das ein Stück Zeitgeschichte beschreibt. Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung gehörte die Unternehmensgruppe Frauenrath aus Heinsberg zu den ersten im Land, die sich bei der Entwicklung der neuen Bundesländer einsetzten.

1992 gründete Frauenrath im sächsischen Bretnig einen Strandort, der jetzt sein 25-jähriges Bestehen feiert, und das mit heute 120 Mitarbeitern. Aus bescheidenen Anfängen sind inzwischen drei Unternehmen entstanden. Nur gut eineinhalb Jahre nach der Wiedervereinigung erhielt die Heinsberger A. Frauenrath Bauunternehmen GmbH in Arbeitsgemeinschaft den Auftrag, ein Gewerbegebiet in Bretnig-Ohorn zu erschließen.

Ein Team erfahrener Mitarbeiter zog daraufhin kurzerhand aus dem Rheinland in den Landkreis Bautzen, um vor Ort Aufbauarbeit zu leisten. Doch nicht nur das: Noch im selben Jahr fiel der Entschluss, durch die Gründung der Frauenrath Bauunternehmen GmbH auch langfristig in Bretnig zu bleiben. Die Nähe zu Dresden, die günstige Verkehrsanbindung und die Lage im Dreiländereck spielten eine ausschlaggebende Rolle bei dieser Standortwahl.

„Leidenschaft und Engagement sind damals wie heute riesig“, so der geschäftsführende Gesellschafter Jörg Frauenrath. „Bretnig ist eine echte Herzensangelegenheit. Für uns war klar: Wenn wir nach Sachsen gehen, dann wollen wir auch bleiben und in der Region Verantwortung übernehmen. Ein starker Zusammenhalt, sichere Arbeitsplätze und 100 Prozent Frauenrath-Qualität sind tragende Säulen unseres Erfolges. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit über 20 Jahren bei uns, das spricht für sich.“

Als der ostdeutsche Firmensitz noch ganz in den Kinderschuhen steckte, wurden Baucontainer als Büros genutzt; das Frauenrath-Team kam in einem nahe gelegenen Gasthof unter. Erst Monate später konnte ein einfacher Zweckbau angemietet werden, der Raum für Büros und Unterkünfte bot. Das dazugehörige Grundstück diente als Bauhof und Lager. Bereits 1993 wurde die Frauenrath Recycling GmbH gegründet und 1999 folgte die Frauenrath Landschaftsbau GmbH. Zwischenzeitlich erfolgte 1997 der Umzug in einen neu errichteten Bürokomplex im zuvor selbst erschlossenen Gewerbegebiet. Das moderne Gebäude ist bis heute Sitz der Unternehmenszentrale.

Was sich in den Jahren entwickelte, kann als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Die drei Unternehmen setzten vielseitige Bauvorhaben um, wie zum Beispiel die Firmenzentrale für die PTFE Competence Center GmbH im Industrie- und Gewerbegebiet Flugplatz Großenhain, den Teilabbruch des Tolkewitzer Bahnhofs in Dresden für das bedeutendste Schulbauprojekt der sächsischen Landesgeschichte oder die Außenanlagen für das größte Kirchenbauprojekt Ostdeutschlands seit dem Mauerfall: die Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig. Und das Tollste, längst haben Mitarbeiter aus Heinsberg in Bretnig eine neue Heimat gefunden.

(her)