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Frauen-Union: Karin Mainka erneut zur Vorsitzenden gewählt

Wiederwahl : Karin Mainka weiter an der Spitze der Frauen-Union

Über ein einstimmiges Ergebnis freute sich Karin Mainka bei ihrer Wiederwahl zur Vorsitzenden des Kreisverbands der Frauen-Union in der CDU.

Bei zwei Enthaltungen votierten 36 der 38 stimmberechtigten Frauen für sie bei der Mitgliederversammlung im Restaurant Oerather Mühle in Erkelenz. Mainka dankte sehr und wertete das auch als Beleg für die Arbeit des Vorstands in den vergangenen beiden Jahren. Diese hatte sie zuvor in ihren wesentlichen Punkten noch einmal Revue passieren lassen.

Aber sie warf auch einen Blick nach vorne auf die bevorstehenden Europawahlen am 26. Mai. „Es gibt noch viel zu tun“, mahnte sie. „Bringen Sie sich ein in die Partei und arbeiten Sie mit. Nur gemeinsam können wir viel bewegen.“ Zu ihren Stellvertreterinnen wählte die Versammlung Inge Schmitz, Hanni Stolz und Marlis Tings. Schriftführerin blieb Barbara Conrads. Ihre Stellvertreterin ist Monika Lux, die zugleich das Amt der stellvertretenden Pressesprecherin übernahm. Als Schatzmeisterin fungiert Maria Lanninger, als Pressesprecherin Dagmar Ohlenforst.

Gastrednerin des Abends war die Landtagsabgeordnete Romina Plonsker aus Pulheim. „Die Arbeit einer jungen Frau im Landtag“, hatte sie ihren Beitrag überschrieben. Plonsker gehöre zu einer Fraktion, die eindeutig zu wenig Frauen habe, räumte CDU-Kreisvorsitzender und Fraktionskollege Bernd Krückel in seiner Begrüßung ein. Das liege daran, dass es bei der vergangenen Landtagswahl nur Direktmandate gegeben habe und die Landesliste als Korrektiv nicht gezogen habe, weder in Bezug auf die Geschlechter noch in Bezug auf die Regionen. „Eine ähnliche Situation erwarten wir für die nächsten Kommunalwahlen“, mahnte er an. Sich auf die Reserveliste zu verlassen, könne da zu einem schwierigen Unterfangen werden. „Wenn sie den Mumm nicht gehabt hätte, wäre sie heute nicht hier“, lobte er den Mut seiner 30-jährigen Kollegin im Landtag, die es geschafft hatte, in einem Wahlkreis zu gewinnen, in dem nach Jürgen Rüttgers in den vorangegangenen fünf Jahren ein SPD-Abgeordneter die Nase vorn gehabt hatte.

Sie sei sehr politisch erzogen worden, wobei eine Partei in ihrer Familie jedoch keine Rolle gespielt habe, berichtete Plonsker, die ausgebildete Bankkauffrau und studierte Betriebswirtin ist. Doch irgendwann habe sie den Ansporn gehabt, etwas besser machen zu können. FDP und CDU seien zunächst für sie in Frage gekommen. Das Christliche an der Partei habe sie dann jedoch zur CDU geführt. Und da ein Parlament immer ein Spiegelbild der Gesellschaft sein solle, dort aber junge Leute fehlen würden, habe sie sich überzeugen lassen, direkt zu kandidieren. „Wenn es nicht klappen würde, hätte ich viel gelernt, habe ich mir gesagt“, erzählte sie, und fesselte alle Anwesenden mit ihrer offenen, frischen Art, mit der sie ihren Weg in den Landtag schilderte.

Dass sie vor zwei Jahren nach ihrem Wahlerfolg die jüngste Frau in der CDU-Fraktion gewesen sei, sei dann eigentlich gar nicht das Problem gewesen. Zwei Drittel der Abgeordneten seien neu gewesen, und so habe sich die ganze Fraktion erst einmal neu finden müssten, erklärte sie. Viel Lob fand sie dabei für Krückel. „Er gehörte zu den wenigen, die uns an die Hand genommen haben und uns erklärt haben, wie der Laden funktioniert“, betonte sie. Inzwischen ist sie gut angekommen, wie aus ihrer weiteren Schilderung deutlich wurde. Unter anderem ist sie ordentliches Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss, im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung sowie im Unterausschuss Bergbausicherheit. „Wenn man die Leidenschaft nicht hat, bringt das nix!“, lautet ihr ganz persönliches Credo für ihr Engagement.

Lob findet sie auch für die Teamarbeit mit der FDP. Nur eine Stimme Mehrheit bedeute allerdings auch, dass immer alle an Bord sein müssten, obwohl es inzwischen gleich fünf „Fraktionsbabys“ gebe. Für sie und ihre Eltern gebe es sogar ein „Babybüro“, verriet sie.