Erkelenz: Forum für Hintergrund und Gesellschaftskritik

Erkelenz: Forum für Hintergrund und Gesellschaftskritik

Das Kulturleben der Stadt wird um eine neue Sparte erweitert: Kabarett. Dafür geht die Kultur GmbH eine Kooperation ein mit den Machern des Kulturforums Schloss Dilborn.

Die gemeinnützige GmbH aus Brüggen hat sich mittlerweile als feste Größe in der hiesigen Kabarettlandschaft etabliert und holt seit rund sechs Jahren regelmäßig die Größen des Kabaretts in die Region. Für Altmeister wie Thomas Freitag bis zu Newcomern ist das Schloss Dilborn eine gute Adresse.

Auch das Kom(m)ödchen stellt dort regelmäßig seine neuen Programme vor, bevor sie in Düsseldorfer an den Start gehen. Davon soll nun auch das Erkelenzer Kulturleben profitieren. Und nicht nur das, wie der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen betont. Denn auch das Dilborner Kulturforum profitiert davon, wenn die Künstler gleich wegen zwei zeitnahen Terminen statt einem angesprochen werden können.

„Mit dem Kabarettangebot wollen wir uns bewusst von Comedy abgrenzen“, erklärt der Erkelenzer Kulturmanager Christoph Stolzenberger. „Den hintergründigen und gesellschaftskritischen Tönen soll so ein Forum geschaffen werden.“ Dass das nicht im selben Topf wie Comedy passieren kann, sei klar. Denn im Gegensatz zu Comedy darf Kabarett auch schon mal wehtun. Zur Abgrenzung wurde auch bewusst eine andere Gestaltung für den Programmflyer gewählt.

Mit scharfer Zunge

Hermann Schröder ist der Geschäftsführer des Kulturforums. Er sieht in der Mischung aus bekannten Namen und Newcomern das Erfolgsrezept seiner Veranstaltungen. Und das hat er auch für die ersten vier Veranstaltungen in Erkelenz zusammengestellt. Den Auftakt macht am 21. Februar nächsten Jahres Anna Piechotta mit ihrem Programm „Komisch — im Sinne von Seltsam“. Sie nennt neben einer scharfen Zunge auch Gesangstalent und ein eigenwilliges Klavierspiel ihr Eigen.

Drei Monate später, am 21. Mai, ist Eva Ei-selt mit ihrem mittlerweile dritten Programm „Neurosen und andere Blumen“ zu Gast in der Stadthalle. Am 9. September darf Thomas Freitag begrüßt werden, der sein neues Programm vorstellen wird, an dem er derzeit arbeitet. Den Schlusspunkt dieser ersten Veranstaltungsreihe wird am 12. November HG. Butzko mit dem „Weichspülprogramm“ setzen. Dem interessierten Publikum ist der Träger des deutschen Kleinkunstpreises durch seine Fernsehauftritte sicherlich kein Unbekannter.

Eingangs erwähnte Vorpremieren des Düsseldorfer Kom(m)ödchens soll es dann 2017 auch in Erkelenz geben.

(hewi)
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