Wassenberg: Förster möchte in Wassenberg weniger Bäume fällen

Wassenberg: Förster möchte in Wassenberg weniger Bäume fällen

Der Holzeinschlag im Wassenberger Wald soll in Zukunft verringert werden. Das geht aus dem Forstwirtschaftsplan für die Stadt Wassenberg hervor, der nun im Verwaltungsrat des Stadtbetriebes Wassenberg beschlossen wurde.

„Wir wollen wieder ein wenig Ruhe in den Wald bringen und nur noch vereinzelt und gezielt tätig werden“, teilte Förster Claus Gingter vom Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde dazu mit. Es sollten demnach seltener und in geringerem Umfang Bäume gefällt werden. Damit wolle er erreichen, dass die Bevölkerung mehr Akzeptanz für stadtnahe Forstwirtschaft aufbringt. Den Eindruck von permanenten, umfangreichen Holzeinschlägen wolle man vermeiden, so Gingter.

In Zahlen sieht das so aus: Aus Holzverkäufen wolle man im kommenden Jahr nur noch 4500 Euro Einnahmen erzielen. Dem stehen Kosten von rund 12.400 Euro gegenüber. Laut Plan wird es also zu einem Minus von rund 7900 Euro kommen.

In den vergangenen Jahren waren die Zahlen noch wesentlich höher: Im Jahr 2016 konnte man Einnahmen von rund 47.000 Euro erzielen, dem standen Ausgaben von rund 40.500 Euro entgegen. Das führte zu einem Plus von 6500 Euro. Auch das laufende Jahr solle mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Bislang wurden knapp 19.000 Euro ausgegeben. Bis Jahresende rechnet Gingter noch mit Einnahmen in Höhe von rund 23.500 Euro.

Die zukünftig noch geplanten Holzeinschläge dienen laut Gingter der Pflege des Baumbestands und der Verkehrssicherung. Mit diesem Ansatz sinken die Einnahmen, mit denen Kosten für neue Kulturen gedeckt werden könnten, so Gingter. „Aber was nützt eine Einnahme, wenn die Bevölkerung ‚ihren‘ Wald nicht mehr zur Erholung aufsuchen möchte und kann, weil dort aus ihrer Sicht immer wieder gearbeitet und ‚gerodet‘ wird“, so Gingter.

Er wies auch darauf hin, dass das laufende Jahr viel zu trocken für den Wald gewesen sei. Das führe zu Schäden, deren Ausmaß bislang noch nicht vorhergesagt werden könne.

Gingter erläuterte auch, wo neue Bestände angelegt werden sollen: Zum einen werde am Tennisplatz „Am Marienbruch“ aufgeforstet. Dort waren im laufenden Jahr der Sicherheit wegen bereits Käferfichten gefällt worden. Und auch der Waldrand am Pontorsonplatz werde wiederhergestellt. Dort waren im Frühjahr „extrem faule Alteichen“ gefällt worden. Dort sollen Sträucher und blühende Kirch- oder Waldbäume gepflanzt werden.