Finales „Inclusio meets music“ zum Abschied lockt viele Gäste

Abschied : Die letzten Klänge im Bistro Inclusio

Nach rund zehn Jahren schließt Ende des Monats das inklusive Bistro „Inclusio“ an der Südpromenade in Erkelenz. Zum Abschied gab es noch einmal „Inclusio meets Music“ und eine Menge an Musik und guter Laune.

Die inklusive Musikveranstaltung gehörte sieben Jahre lang zu den Aushängeschildern des Bistros. Unter der Leitung der Musiktherapeutin Beate Theißen hatten regelmäßig musikalische Abende mit Musikern mit und ohne Behinderung stattgefunden. Die Band „Rurrock – Wir zusammen“ gehörte zu den regelmäßigen Acts, ebenso die Erkelenzer Band Beets`n´Berries und andere Musiker. Gerne nutzten sie die Gelegenheit, um zusammen mit den Klienten der Lebenshilfe zu musizieren. Unvergessen bleiben sicher auch die Schlagerabende, bei denen laut und gerne mitgesungen werden konnte.

Zum Abschied hatte Theißen viele ihrer musikalischen Weggefährten zusammengetrommelt, um noch einmal im „Inclusio“ zusammen mit den Bewohnern der angeschlossenen Wohnstätte und vielen weiteren Gästen zu feiern. Das Bistro war bis auf den letzten Platz gefüllt, als „Rurrock“ sich den Weg durch das Publikum bahnte. Die Band besteht aus Lehrern und Schülern der Rurtal-Schule und ist auch international als musikalisches Aushängeschild der Schule bekannt. Dann ging es Schlag auf Schlag.

Alle Musiker wurden persönlich von Theißen begrüßt und nach dem Vortrag mit einer Blume wieder entlassen. Musiker und Zuschauer gingen zwangsläufig aufgrund der räumlichen Enge auf Tuchfühlung. Neben den Rurrockern und Beets`n´Berries waren auch Ulli Reifferscheidt und Third Generation, Beverly Daley mit Band, Rainer Hofmann mit Tonwerk, Frank Oellertz, Paul Gerhards und die Jazzerinnen von „Be Jazz“ dabei. Noch sei das Schicksal des „Inclusio“ jedoch nicht endgültig besiegelt, verriet der Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen am Rande der Veranstaltung. „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, betonte er.

Doch letztendlich hätten wirtschaftliche Überlegungen den Vorstand zu dem Schritt bewogen. „Inklusion allein ist kein Grund, weshalb Leute ins Inclusio kommen“, betonte er. „Trotzdem haben die Menschen, die in den letzten Jahren hier waren, ihre Spuren hinterlassen.“ Er betonte auch, dass Erkelenz als Standort der Lebenshilfe weiterhin große Bedeutung habe.

Derzeit würden auch ergebnisoffene Gespräche mit der Stadt geführt, ob und in welcher Form die Räumlichkeit im Erdgeschoss der Wohnstätte an der Südpromenade weiter für ein kulturelles oder künstlerisches Angebot genutzt werden kann. „Die Lebenshilfe ist bereit, sich bei der Nutzung so weit einzubringen, wie es möglich ist“, erklärte er.

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