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Zweiter Haldenzauber in Hückelhoven: Fabelwesen aus Aluminium und Lichterketten

Zweiter Haldenzauber in Hückelhoven : Fabelwesen aus Aluminium und Lichterketten

Es ist die Nacht, die Lichtinstallationen Eindruck schinden und hübsch leuchten lässt. An dem Tag, an dem die Veranstalter zum ersten Mal den schon fast fertigen Haldenzauber zeigen, ist es hell, sehr hell. Und kalt.

Vorstellen kann man es sich trotzdem schon, wie Hirsch und Bär später im „Magischen Zauberwald“ leuchten werden, oder wie der Licht-Geysir auf der Sternenklanglichtung „ausbrechen“ wird. Und gegen die Kälte wird es ab dem Tag der Eröffnung Glühwein und Kakao geben.

Die ist am 29. November, der Freitag in zwei Wochen. Im „Magischen Zauberwald“ und im neuen Bereich fehlen noch ein paar Bewohner, sonst seien die großen Elemente weitgehend oben auf der Halde, sagt Karl-Heinz König vom Veranstalter MK Illumination. Ein paar Strahler müssten noch angebracht und ein paar Stromkästen abgedeckt werden, sagt er, die Gastronomie vor der „Sternenklanglichtung“ fehlt auch noch. In einer Woche ungefähr soll alles fertig sein, seit dem 4. November arbeiten Veranstalter und Elektriker auf der Halde.

Unsichtbare Stromkästen

Ein paar Sachen habe man aus dem vergangenen Jahr, also dem ersten Haldenzauber, mitgenommen, sagt König. Zum Beispiel die Sache mit den Stromkästen: Tarnnetze sollen die Geräte, die es nun mal braucht, um die Tiere und Objekte erleuchten zu können, verstecken. Beim Equipment sei man an einigen Stellen auf kleinere Geräte ausgewichen und man habe die Materiallieferungen besser verteilt, damit es keinen Stau gibt. Außerdem habe man die Öffnungszeiten angepasst: Die Halde öffnet eine halbe Stunde früher, um halb fünf, und schließt eine halbe Stunde früher, 21.30 Uhr.

Die „Sternenklanglichtung“ ist der zentrale Platz des Rundgangs auf der Halde. In diesem Jahr ist er begehbar. Gleich geblieben ist die Lichtshow, die einmal die Stunde für zehn bis 15 Minuten dort stattfindet, synchron mit poppiger bis klassischer Musik. Der Rundgang ist in diesem Jahr knapp zwei Kilometer lang, König hat mit dem Laufrad noch einmal nachgemessen. Im vergangenen Jahr war es ungefähr ein Kilometer. Insgesamt gibt es in diesem Jahr sechs verschiedene Areale.

Sechs Kerzen säumen den Weg zum Wald. Im Hintergrund die elf Meter hohe Himmelstreppe, der Eingang zum Haldenzauber. Foto: Marie Eckert

Ungefähr gute zwei Drittel seien komplett neu inszeniert, sagt König. Selbst im „Magischen Wald der Tiere“, der im vergangenen Jahr besonders gut angekommen sei, gebe es neue Bewohner und neue Anordnungen. Mehr als 300 Lichtobjekte und mehr als 300 Kilometer Lichterketten sind beim Haldenzauber verarbeitet.

Wer, wie der Großteil bei der ersten Ausgabe des Haldenzaubers, über die „Himmelstreppe“ auf das Gelände kommt – der ist vermutlich erst mal froh, dass er die 460 Stufen geschafft hat. Dort oben, elf Meter über dem Waldgelände, kann man also kurz durchschnaufen, dann die Treppe runtergehen zum schneeweißen Baum, der mit Herzen geschmückt ist, dann weiter zum Himmelstor. Von dort aus konnte man im Vorjahr bloß rechts auf den Regenbogenweg abbiegen, in diesem Jahr kommt geradeaus der Bereich der Flussgöttin Rura dazu. Die Schwerpunkte: niedliche Fabelwesen und das Thema Wasser. Auch die sind fast schon komplett, nur der fliegende Pegasus kommt nächste Woche noch nach. Der Weg im neuen Bereich ist noch ein bisschen uneben und hügelig – sobald die Arbeiten dort endgültig fertig seien, werde er noch mal abgezogen und gewalzt, sagt König.

Von Hand gemacht

Sie alle, also Fabelwesen, Göttinen, Geysire, sonstige Tiere, bestehen zum Großteil aus Aluminium und Lichterketten. „Alle mit der Hand gebogen und geschweißt“, sagt König. Im vergangenen Jahr waren ungefähr 45.000 Besucher da, so viel, wie die Veranstalter sich auch in etwa erhofft hätten, sagt König. Mindestens so viele möchte man auch in diesem Jahr wieder auf die Halde holen, als obere Grenze nennt König 60.000.

Die letzten Handgriffe: Fast alle großen Elemente sind auf der Millicher Halde, nun wird noch ein bisschen feinjustiert – wie hier auf der Sternenklanglichtung. Foto: Marie Eckert

Der „Haldenzauber“ findet sechs Wochen lang von Freitag, 29. November, bis Sonntag, 5. Januar, auf der Millicher Halde statt. Geöffnet ist er täglich von 16.30 bis 21.30 Uhr. Senioren, Eltern mit Kinderwagen und gehbehinderte Menschen können den Lichterpark auf der Halde per Shuttle-Service erreichen. Eintrittskarten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und auch bei den Servicestellen des Medienhauses Aachen.