Selfkant: EU-Förderung für das Kümmerer-Netzwerk läuft im Sommer aus

Selfkant: EU-Förderung für das Kümmerer-Netzwerk läuft im Sommer aus

„Wie geht es weiter mit dem Kümmerer-Netzwerk?“ Diese Frage stellte Bärbel Windelen, Projektmanagerin des Kümmerer-Netzwerks für die Region „Der Selfkant“ und Gemeindesozialarbeiterin des regionalen Caritasverbandes, beim Kümmerertreffen im Rathaus Waldfeucht.

Anlass war die Gründung des Netzwerks vor einem Jahr. Zum 31. August läuft die EU-Förderung für das Projekt aus. Winde-len erklärte, es sei immer Ziel gewesen, einen gemeinnützigen Verein ins Leben zu rufen. Generell wurde die Idee eines Vereins oder „Kümmerer-Zweckverbundes“ befürwortet.

„Wir müssen für die Zukunft eine neue Form finden, damit es weiter geht“, betonte Windelen. Sie erklärte, dass weitere Kommunen aus dem Kreis Interesse am Kümmerer-Netzwerk in den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht haben. „Ich kann mir gut vorstellen, dass das Netzwerk über unsere Region hinaus größer werden kann“, sagte sie.

Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen bekannte, dass er positiv überrascht gewesen sei, wie viele Menschen sich im Netzwerk engagieren wollten. Eine Rückschau auf das vergangene Jahr hielt Anneliese Lippoldt.

Ihren Ausführungen zufolge gab es 27 Anfragen, hauptsächlich über das Telefon, bei den Koordinatoren, die teilweise auch aus umliegenden Kommunen und Kreisen gekommen sind. „Wir konnten nicht bei allen aktiv werden. Wo wir helfen konnten, haben wir es getan“, so Lippoldt. Bei anderen Anfragen habe man auf andere Kreise verwiesen, etwa wenn die nötige Fachkompetenz gefehlt habe.

Konkrete Projekte entstanden

Die Unterstützung der regional organisierten Nachbarschaftshilfe habe in Besuchsdiensten, der Begleitung bei Einkäufen und Bewerbungsschreiben bestanden. Zudem sei man Ansprechpartner für Flüchtlingsangelegenheiten gewesen. Wie Koordinator Rainer Mansel ergänzte, sei die Fahrradwerkstatt, bei der Schüler zusammen mit Asylbewerbern Fahrräder reparieren, aus Anfragen an das Netzwerk hervorgegangen.

„Dies ist ein schönes Bespiel dafür, dass aus einer Anfrage an das Kümmerer-Netzwerk ein wichtiges Projekt entstehen kann“, betonte Winde-len. Schließlich berieten die Teilnehmer, wie man das Netzwerk bekannter machen und neue Kümmerer gewinnen könne.

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