Erstklassige Akteure, spektakuläres Showprogramm und anspruchsvolle Prüfungen auf Reitanlage Rodebach

10. Auflage des Pferdeevents : Tausende Besucher beim Tag des Pferdes

Wer ein Faible für den Pferdesport hat, der hatte sich den nunmehr 10. Tag des Pferdes auf der Reitanlage in Gangelt-Niederbusch sicherlich nicht entgehen lassen. Rund 6000 Besucher schätzte Hans-Peter Molls hätten an den drei Veranstaltungstagen den Weg nach Niederbusch gefunden.

Durchgeführt wurden 25 Spring- und Dressurprüfungen. Zudem wurde ein umfangreiches pferdesportliches Showprogramm mit erstklassigen Akteuren geboten.

Gemeinsam hatten der Kreisverband der Reit- und Fahrvereine im Kreis Heinsberg und der Reit- und Fahrverein Rodebachtal diese Traditionsveranstaltung auch im Jubiläumsjahr gestemmt. Doch sei man räumlich und personell an die Grenzen der Kapazitäten gelangt, meinte Molls, der Vorsitzende beider Vereine ist. Sein Dank galt allen ehrenamtlichen Helfern und den Sponsoren, die dieses über die Region hinaus strahlenden Reitevent möglich gemacht hatten.

Einer der Reiter, die mit einer 1. Platzierung hocherfreut nach Hause fuhren, war der fünfjährige Romeo Hicks. Immerhin doppelt so alt wie der Reiter war das Pferd. Lupita vom Schleifbach Hof machte gemeinsam mit Romeo eine tolle Figur beim Führzügelwettbewerb, der für die kleinsten Reiter ausgerichtet wurde.

Peter Wolter hatte seine wenige Wochen alten Zwillingsfohlen Fancy und Fynn mit deren Mutter Revana mitgebracht. Foto: Dettmar Fischer

Eine Besonderheit beim Tag des Pferdes war die Ausrichtung eines Derbys. Für viele Springreiter war dieser Wettbewerb eine Herausforderung. Galt es doch, über die sprichwörtlichen Stöcke und Steine zu springen. Die von Parcoursbauer Heinrich Heuschen angelegte Reitstrecke führte über mehrere Naturhindernisse, die man so nur noch auf wenigen Reitanlagen findet.

Einen Parcours bauen, sei wie Walzer tanzen, meinte Heuschen, der seit zehn Jahren beim Tag des Pferdes seine Kenntnisse einbringt. „Es muss immer schön rund laufen“, sagt Heuschen. Das Spring- und Galoppvermögen der Pferde sei im Parcours gefordert und „die Rittigkeit, also ob der Reiter rechts und links reiten kann oder eine Servolenkung braucht“. Der Reiter müsse das Pferd an die richtige Abspringstelle bringen, das sei das A & O beim Springreiten. Springen tue das Pferd dann schon selber.

Ein rasantes Showprogramm auf mehr als einem Pferderücken begeisterte das Publikum in Gangelt-Niederbusch. Foto: Dettmar Fischer

Neben den verschiedenen Prüfungen auf dem Hauptplatz, die sich über drei Turniertage erstreckten, wurden den Zuschauern sehr interessante Einblicke in den Pferdesport gewährt.

Peter Wolter hatte zur großen Freude der Pferdefreunde seine wenige Wochen alten Zwillingsfohlen Fancy und Fynn mitgebracht und präsentierte die beiden zusammen mit deren Mutter Revana dem Publikum, das es sich bei bestem Wetter auf den Stühlen rund um die Arena bequem gemacht hatte. Die beiden Zwillinge, eine Seltenheit in der Pferdezucht, ein Stuten- und ein Hengstfohlen, wurden ebenso begeistert beklatscht wie die Sieger der Wettbewerbe.

Das Stuntteam Josh Clemens ist nicht nur bekannt aus der Wild-West-Show im Euro-Disney Paris, sondern Stammgast bei vielen hochkarätigen Reitevents. Bei der Flutlichtshow am Samstagabend, die alleine schon von rund 3000 Gästen besucht wurde, riss die dynamische Reitertruppe mit Kunststücken auf dem Pferderücken im atemberaubenden Galopp die Zuschauer mit. Als Moderator des Programms hatten die Veranstalter Rainer Kohaus gewinnen können. Seine Zusage unterstrich noch einmal den Stellenwert dieses Reitevents im Rodebachtal. Denn Kohaus’ Stimme kennt man auch vom Chio in Aachen oder dem Derby in Hamburg.

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