Schulwaldfest: Erst Bäume gepflanzt, dann Blumen gesät

Schulwaldfest : Erst Bäume gepflanzt, dann Blumen gesät

Herrliches Frühlingswetter begleitete die Schulwaldsegnung der Astrid-Lindgren-Schule Süsterseel. Schulleiterin Marlies Welfers konnte viele Gäste begrüßen, an der Spitze Bürgermeister Herbert Corsten, Vertreter von Bauhof und Verwaltung, Mitglieder des Rotary-Clubs Heinsberg, viele Helfende sowie viele Eltern, außerdem Kolleginnen und Schüler der Westzipfelschule.

Im Herbst startete die Mäuse-Klasse mit Lehrerin Annja Meitzel ein Schulprojekt, das immer weiter wuchs. Die Kinder waren mit viel Tatendrang auf dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Gelände aktiv. Zuerst pflanzte die „Mäuse“ einige Obstbäume, und dann war die ganze Schule plötzlich im „Waldfieber“. Das Ergebnis ist sensationell. Rund 20 Bäume wurden mittlerweile unter fachkundiger Anleitung gepflanzt. Als krönender Abschluss des Schulwaldfestes halfen alle Kinder und Gäste mit eine Blumenwiese einzusäen, damit dort auch Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten neuen Lebensraum finden.

Die Mäuse-Klasse hatte zuvor den Gästen ihren Projekt vorgestellt.„Im Sachunterricht haben wir gelernt, wie wichtig Bäume für die Umwelt sind und haben dann einen Baum gepflanzt“, erläuterte Klassenlehrerin Annja Meitzel. Und plötzlich war die Naturkunde beliebter als die Pausen.

Auch als der Zugangsweg zum Schulwald gesäubert werden musste, waren sie mit Feuereifer dabei, obwohl es mehrere Tage dauerte. Die Kids erhielten bei ihrer Naturarbeit stets fachkundige Anleitung. „Unsere Bäume verbessern die Luft in Süsterseel“, sagten die Schüler begeistert.

Gemeinsam mit Gemeindereferentin Ruth Quiz segneten alle Schulkinder und Gäste symbolisch diesen Schulwald ein. Ein Dank seitens der Schule im Namen aller Kinder ging an die Gemeinde Selfkant für die Bereitstellung eines Grundstückes, für die Unterstützung durch den Bauhof sowie die Verwaltung, das Forstamt, den Nabu,den Förderverein, die Elternschaft und an die vielen ehrenamtlich engagierten Helfer.

Ein Dank ging auch an den Rotary-Club Heinsberg, denn durch eine Spende aus dem Wettbewerb „Gute Ideen“, bei dem das Schulwaldkonzept überzeugt hatte, konnte das Projekt überhaupt erst gestartet werden.

Nach dem Schulwaldfest waren sich alle einig: der Schulwald ist eine neue Attraktion im Selfkant. Bürgermeister Herbert Corsten war nach der Feierstunde, die die Schulkinder grandios selbst gestaltet hatten, begeistert: „Ich bin total überwältigt! Das hier ist toller, erlebbarer und lebendiger Unterricht“, lobte Bürgermeister Corsten und dankte auch der gesamten Lehrerschaft.

„Die naturkundliche Bildung hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert. Durch das Waldprojekt und das Bienenprojekt möchten wir unsere Kinder nachhaltig für den Natur-und Umweltschutz sensibilisieren“, sagte Schulleiterin Marlies Welfers. Schon im Herbst war sie ganz angetan von dem Engagement der Schulkinder. Dieser Tag im neuen Schulwald war ein ganz besonderer in der Geschichte der Schule.

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