Erkelenz: Erschossener Augenarzt: Weiter keine heiße Spur

Erkelenz: Erschossener Augenarzt: Weiter keine heiße Spur

Im Fall des ermordeten Augenarztes aus Erkelenz ermittelt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach gegen einen Mann wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Mann sei aber kein Tatverdächtiger, sagte Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff der Nachrichtenagentur dpa am Freitag.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird der Mann beschuldigt, mehrfach illegale Schusswaffen besorgt zu haben. Er soll unter anderem jene Maschinenpistole an den Arzt verkauft haben, mit der dieser später erschossen wurde.

Auch am Freitag, am zweiten Tag nach der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY . . . ungelöst”, erklärten die Fahnder, es gebe weiterhin keine heiße Spur im Fall des erschossenen Dr. Udo Schmitz.

Es seien über 20 Hinweise eingegangen, so ein Polizeisprecher, darunter drei sehr konkrete. Selbstverständlich werde allen Hinweisen nachgegangen.

Die Leiche des 51-jährigen Arztes lag im Januar diesen Jahres von Kugeln durchsiebt an einem Feld in Erkelenz-Immerath. Die Ermittler vermuten, dass der Arzt beim Verkauf einer Maschinenpistole aus dem Zweiten Weltkrieg erschossen wurde. Wahrscheinlich sei er mit der Waffe getötet worden, die er verkaufen wollte, eine Maschinenpistole der Marke STEN, Typ MK II.

Für die Ermittler sind vor allem Informationen zur verschwundenen Tatwaffe von Interesse: Wo ist eine Schnellfeuerpistole der Marke Sten vom Typ MK II nach dem 9. Januar aufgetaucht? Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters führen, ist von den Eltern des Mordopfers eine Belohnung in Höhe von 20.000 Euro ausgelobt worden.

Hinweise werden erbeten an die Mordkommission in Aachen, 0241/95770, oder an jede andere Polizeidienststelle.

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