Erkelenzer Stadtrat gibt grünes Licht für verkaufsoffene Sonntage

Trotz Bedenken der SPD : Rat gibt grünes Licht für verkaufsoffene Sonntage

Die SPD hat sich mit ihrem Ansinnen, den Französischen Markt sowie den ersten Advent nicht mit verkaufsoffenen Sonntagen in der Innenstadt zu begleiten, in der jüngsten Sitzung des Stadtrates nicht durchsetzen können. Wie schon zuvor im Hauptausschuss unterlagen die Sozialdemokraten in der Abstimmung, da die Mehrheit im Rat ihrer Argumentation nicht folgen wollte.

Die SPD hatte argumentiert, dass die Genehmigung für den Französischen Markt im Oktober seitens der Gewerkschaft gerichtlich angreifbar sei. Der Markt sei nicht markant genug, um einen verkaufsoffenen Sonntag zu rechtfertigen. Der Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag müsse einen Alleinstellungscharakter haben und dürfe nicht nur zur Durchführung einer zusätzlichen Ladenöffnungszeit dienen, die für die Angestellten im Einzelhandel zusätzliche Arbeit an gesetzlichen Feiertagen bedeutet. So sehe es die geltende Verordnung des Landes vor.

Der Gewerbering hatte die Erlaubnis unter anderem auch den 11. Fahrradfrühling mit Grillmeisterschaft (5. Mai), den Lambertusmarkt mit Kirmes (23. Juni), den kulinarischen Treff und Erkelenzer Automobilausstellung (EAA, 29. September) sowie eben zum Französischen Markt (27. Oktober) und für den ersten Dezember beantragt, wenn neben dem Adventsdorf auch auf der Burg der mittelalterliche Nikolausmarkt stattfindet. An diesen Terminen sollen in der Kernstadt die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr öffnen können.

Die SPD argumentierte, dass die Mitarbeiter der Geschäfte am ersten Advent zu ihren Familien gehörten und nicht in die Geschäfte. In der Ratssitzung konnte sie sich mit dieser Ansicht nicht durchsetzen, die fünf vorgeschlagenen Termine wurden genehmigt.

(hewi)
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