Erkelenz: Erkelenzer Musiknacht: Acht Spielorte, acht Auftritte

Erkelenz : Erkelenzer Musiknacht: Acht Spielorte, acht Auftritte

Kann man beim vierten Mal schon von Tradition sprechen? Auf alle Fälle ist man auf einem guten Weg dahin, zumal alle Verantwortlichen fest davon ausgehen, dass es nach dem vierten Mal auch ein fünftes Mal geben wird. Seit 2015 lädt die Stadt Erkelenz am Freitag vor Pfingsten zur Erkelenzer Musiknacht ein.

In der vierten Auflage in diesem Jahr am 18. Mai. Die Idee zu dieser im Kreis Heinsberg einzigartigen Veranstaltung hatte Fred Feiter: An acht Orten, die zumeist zu anderen Zwecken genutzt werden, treten an diesem Tag zwischen 18.30 Uhr am Dr.-Eberle-Platz und 23 Uhr im Gebäude der Kreissparkasse Gruppen oder Solisten der verschiedensten Musikrichtungen von Klassik über Pop und Rock bis Jazz auf und unterhalten die Zuhörer. Diese haben mit einer einzigen Eintrittskarte jederzeit Zugang zu allen Spielstätten.

Geld für Flüchtlinge

„Und wie beim ersten Mal soll der Reinerlös der Veranstaltung wieder der Flüchtlingshilfe in Erkelenz zufließen“, betont Feiter. Das Thema brenne heute zwar nicht mehr so auf den Nägeln wie bei der ersten Erkelenzer Musiknacht vor vier Jahren — aber es gebe noch immer eine Menge zu tun, beispielsweise in Sachen Integration und Familiennachzug. „Wir wollen auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen für Gemeinsamkeit setzen“, sagte Fred Feiter, den Bürgermeister Jansen den Geburtshelfer der Erkelenzer Musiknacht nennt. Dem stimmte der 1. Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Dr. Heiner Gotzen, vorbehaltlos zu und freute sich darüber, dass die Musiker ohne Gage auftreten.

Man habe die Veranstaltung in diesem Jahr etwas schlanker gemacht, wie sich der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen ausdrückt, und auf die Burg, den Markt und das Amtsgericht als Spielort verzichtet. Damit werde gewährleistet, dass jede auftretende Gruppe mindestens 45 Minuten Zeit hat, sich dem Publikum zu präsentieren. Christoph Stolzenberger von der Kultur GmbH Erkelenz weist darauf hin, dass das Konzert der Reverends ab 18.30 Uhr auf dem Dr.-Eberle-Platz vor der Kreissparkasse eintrittsfrei ist.

Besonders gespannt ist er auf den Auftritt der Gruppe Aghani in der Evangelischen Kirche: „Das ist ein Weltmusik-Projektensemble unter der Leitung von Agnes Erkens mit Flüchtlingsmusikern aus der Region Heinsberg.“ Eine Gruppe also, die der Idee, die der Musiknacht zugrunde liegt, ganz besonders entspricht. Alexander Pankov, der in der Pfarrkirche St. Lambertus auftritt, ist, so Stolzenberg, „einer der führenden europäischen Musiker auf dem Akkordeon.“

Blues mit plattdeutschem Dialekt bietet „Hier geht was“ mit Arnold Küsters im Alten Rathaus. Und von der WestBigBand mit Markus Forg sowie RejoiSing erwartet der Kulturmanager, dass sie „die Stadthalle vom Beginn der Veranstaltung bis zum Ende rocken werden.“ Die Kosten, die für die Veranstaltung anfallen, übernehmen die Kreissparkasse Heinsberg, die Volksbank Erkelenz und der NEW.

(kalauz)