Erkelenz: Erkelenzer CDU: Auf die nächsten Jahre „gut vorbereitet“

Erkelenz: Erkelenzer CDU: Auf die nächsten Jahre „gut vorbereitet“

Die CDU im Stadtrat zieht drei Jahre nach der Kommunalwahl eine Halbzeitbilanz. Die Ergebnisse sind auch in einer Broschüre zusammengefasst, die am 12. August an alle Erkelenzer Haushalte verteilt wird. Dabei orientieren sich die Verfasser an den thematischen Aussagen des letzten kommunalen Wahlprogramms.

Hinter griffigen Überschriften wie „Prima Klima“, „Umsiedeln begleiten“ und „Menschen helfen“ sind sechs Kernbereiche aufgelistet, in denen die CDU nach eigenem Bekunden bereits erfolgreich war oder gerade einen Umsetzungsprozess eingeleitet hat.

Aufstockung im Blick: das Parkdeck an der Neusser Straße soll ausgebaut werden. Foto: Helmut Wichlatz

Ganz vorne steht das Thema Finanzen, dem in der Broschüre das Adjektiv „solide“ hinzugefügt wurde. Neben einem Schuldenabbau wurde auch der städtische Zinsaufwand innerhalb von drei Jahren von 800.000 Euro auf 500.000 Euro gesenkt. Trotzdem sei investiert worden, in Kindergärten, Schulen, Infrastruktur, Wohnraum und Flüchtlinge. In den kommenden Jahren sei nun die Dorfentwicklung der Ortschaften am künftigen Tagebaurand in den Fokus gerückt. In Katzem und Hetzerath werden neue Gerätehäuser für die Feuerwehr errichtet. „Wir werden weiter in unsere Feuerwehr investieren“, betonten der Vorsitzende des Stadtverbandes, Peter London, und der Fraktionsvorsitzender Rainer Merkens bei der Vorstellung der Zwischenbilanz. Eine weitere mögliche Aufgabe sei auch die umsiedlungsbedingte Zusammenlegung der Wehren Kuckum, Keyenberg und Borschemich an einem gemeinsamen Standort.

Bedarf für Grundstücke

Darüber hinaus soll Erkelenz wachsen. Deshalb sei die Erschließung von neuem Bauland für den privaten und gewerblichen Bau dringend nötig, betonte London. Die entsprechende Überschrift „Gewerbe ansiedeln“ fasst zusammen, wohin die Reise gehen soll. Besonderen Bedarf für private Grundstücke sehe er im Oerather Mühlenfeld und in den Außenortschaften, betonte London.

Und schon ist man zwangsläufig auch beim Thema „Umsiedlung begleiten“. Nach der letzten tagebaubedingten Umsiedlung müssten die Ortschaften am Tagebaurand gestärkt werden, ist sich Merkens sicher. Ganz oben auf der „To-do-Liste“ der CDU steht die Ortsumgehung für Kaulhausen. Nach Venrath und Kaulhausen, die ihr Dorfentwicklungskonzept in diesem Jahr zum Abschluss bringen werden, sind auch Holzweiler und Kückhoven dabei, Ideen für die Zukunft zu entwickeln.

Die Entwicklung der Innenstadt liegt Klaus Steingießer als Vorsitzendem des Bezirksausschusses Mitte am Herzen. Er sieht in der Aufstockung des Parkdecks an der Neusser Straße eine große Entlastung für die Innenstadt und die Berufspendler. Darüber hinaus setzt er auf das Handlungskonzept für die Innenstadt, für dessen Erarbeitung der Rat grünes Licht gegeben hat.

Schneller werden soll das Internet, wo Marwin Altmann noch großen Handlungsbedarf sieht. Auch beim freien WLAN-Zugang in der Innenstadt „soll sich bald etwas tun“. Nach dem Handyparken soll zukünftig auch eine Parkleit-App die Parkplatzsuche in der Innenstadt erleichtern.

Schulpolitisch setzt die CDU auch weiterhin auf das dreigliedrige Schulsystem in Erkelenz sowie auf eine Unterstützung der Lehrer im Bereich der Inklusion und Investitionen in Medien. Auch beim Thema Klimaschutz — „Prima Klima“ — habe man in den vergangenen drei Jahren viel erreicht. Inzwischen werden die einzelnen Maßnahmen von einem städtischen Klimaschutzmanager koordiniert und das Thema Klimaschutz in die Bevölkerung getragen.

Ausreichende Kapazitäten

Im Wahlprogramm von 2014 spielte das Thema das Thema der Flüchtlinge noch keine große Rolle. In Erkelenz habe man mit der Politik der dezentralen Unterbringung Erfolg gehabt, betonte Peter London. Es seien ausreichende Kapazitäten vorhanden, derzeit gebe es sogar freie Plätze. Trotzdem werde am Ausbau von Neuhaus festgehalten. So sei man „auf weitere Entwicklungen gut vorbereitet“.

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