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Planung: Erkelenzer Burg bekommt barrierefreien Zugang

Planung : Erkelenzer Burg bekommt barrierefreien Zugang

Mit einem Aufzug und einer zusätzlichen Treppe wird der Zugang zur Erkelenzer Burg erleichtert. 2023 soll gebaut werden, die Kosten betragen rund 400.000 Euro.

Die Erkelenzer Burg wird barrierefrei. Von der Burgstraße kommend wird ein Aufzug an der Mauer angebracht und ermöglicht es Rollstuhlfahrern und Menschen mit eingeschränkter Bewegung, komfortabel und sicher auf den Burghof zu gelangen. Dies war bislang nur über die Treppe möglich. Auch eine weitere Treppenanlage soll geschaffen werden. Sie ist wichtig, da mit der Schaffung eines zweiten Rettungsweges eine uneingeschränkte Nutzung des Burghofes ermöglicht wird.

Bislang war durch das Fehlen eines zweiten baulichen Rettungsweges die Zahl der Besucher auf dem Burghof limitiert. Die Planung sieht für die Treppenanlage eine Stahlkonstruktion vor, die sich in einem bislang eher wenig genutzten Bereich der Burgstraße befinden wird. Der Bereich, in dem die Aufzugsanlage errichtet wird, betrifft Flächen, die bislang als Parkplatz genutzt werden. Beide Baukörper nehmen Rücksicht auf die historische Substanz und durchbrechen die Mauer zum Burghof in nicht historischen Bereichen des Mauerwerks. Vielmehr soll das historische Mauerwerk im Vorfeld der Maßnahme und in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege saniert werden.

Bei der Planung wird aus bauhistorischer Sicht der Wolfsturm mit Blick aus der Burgstraße als prägendes Element nicht verdeckt und bleibt für den Betrachter im Vordergrund. Prägendes Element der Aufzugsanlage und der Treppenanlage wird eine Verkleidung sowie eine Tragstruktur aus Cortenstahl sein. Dieses Material stellt nach Ansicht der Verwaltung eine angemessene Verbindung aus zeitgemäßem Baumaterial und historischen Baukonstruktionen dar. Das Material findet sich auch im geplanten Brücktor auf dem Kreisverkehr zwischen der Brückstraße, Ost- und Nordpromenade wieder. Eine Skulptur des Erkelenzer Künstlers Christoph Ohmes wird an das Brücktor erinnern, das dort stand.

Noch in diesem Jahr sollen vorbereitende Maßnahmen ausgeführt werden, dies betrifft erste Sanierungen des Mauerwerks und die Erarbeitung der Ausführungsplanung einschließlich der Statik. Die Maßnahme selbst wird dann im Jahr 2023 ausgeführt. Für die Maßnahme werden rund 400.000 Euro veranschlagt, wobei über 230.000 Euro als Fördermittel aus dem integrierten Handlungskonzept (InHK) stammen.