Innenstadtkonzept: Erkelenzer Bürger bringen sich ein

Innenstadtkonzept : Erkelenzer Bürger bringen sich ein

Infostand am Markt, Stadtspaziergänge oder Planungswerkstatt – viele Bürger haben die Gelegenheit genutzt, Ideen und Anregungen für das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt zu geben oder sich einfach nur über den Stand der Planungen zu informieren.

Mit zwei Aktionstagen wurde nun der Bürgerdialog zur Innenstadtentwicklung fortgesetzt. Zuerst war das Team der Planungsgruppe MWM (Büro für Städtebau und Verkehrsplanung, Aachen) mit einem Infostand auf dem Erkelenzer Wochenmarkt vertreten. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich quasi im Vorbeigehen zu informieren, mit dem Planungsteam zu sprechen und Anregungen zu geben. Und es gab viel auf den Stellwänden und Plänen über die Ergebnisse der bisherigen Beteiligungsschritte zu sehen. Die Planer sammelten rund 130 Anregungen, insbesondere konkrete Maßnahmenvorschläge und Ideen. Die Eingaben sollen nun ausgewertet werden und fließen nach einer fachlichen Bewertung in die Konzeptphase der Innenstadtentwicklung mit ein.

Zweites Element der Bürgerbeteiligung waren Stadtspaziergänge mit einem regen Austausch zwischen den rund 30 teilnehmenden Bürgern und Planern an konkreten Situationen vor Ort. Auf zwei Routen wurde die Innenstadt – vom Ziegelweiher bis zum Bahnhof und vom Franziskanerplatz bis zur Ostpromenade – gemeinsam unter die Lupe genommen. Der Fokus lag auf den Fragstellungen: Was sollte wie verbessert werden? Welche Ideen möchten die Bürger einbringen? Welche Maßnahmenvorschläge haben die Bürger?

Die Eindrücke von den Stadtspaziergängen dienten als Grundlage für die sich anschließende Planungswerkstatt in der Stadthalle, in der – basierend auf den für den Planungsprozess im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe festgelegten Vertiefungsbereichen – in fachlich begleiteten Arbeitsgruppen Skizzen und Pläne erarbeitet wurden.

Die Werkstatt war durch eine kreative Arbeitsphase und einen lebendigen Dialog in den Arbeitsgruppen geprägt. Dabei wurden einige Themen kontrovers diskutiert und Ergebnisse erzielt. Nun sollen sich nach Angaben der Initiatoren „ein fachlicher Vertiefungsprozess und auch ein sorgfältiger Abwägungsprozess anschließen. Alle Beteiligten zogen ein positives Fazit über zwei sehr produktive Aktionstage.“

Ergänzend ist nun bis zum 30. April auf www.erkelenz-2030.de die zweite Runde der Online-Beteiligung freigeschaltet. Interessierte haben erneut Gelegenheit, sich online in das Verfahren einzubringen. Dabei sind die Vorschläge aus Runde 1 im interaktiven Stadtplan sichtbar und können nun diskutiert, bewertet und vertieft werden.

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