Erkelenz: „Erkelenzer Appell“ gegen Braunkohle ist geplant

Erkelenz: „Erkelenzer Appell“ gegen Braunkohle ist geplant

Vor zehn Jahren hat sich in Pulheim das bundesweite Aktionsbündnis „Zukunft statt Braunkohle“ gegründet. Mehr als 20 Umweltverbände und Initiativen setzen sich seitdem für einen geordneten Braunkohleausstieg und einen sozialverträglichen Strukturwandel in den Braunkohlerevieren ein.

Unter den Bündnis-Mitgliedern ist auch die Klima-Allianz Deutschland, unter deren Dach allein über 100 Mitgliedsorganisationen aus Kirchen, Entwicklungsorganisationen, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Verbraucherschutzorganisationen und Wirtschaftsverbänden agieren. Zum zehnjährigen Bestehen des Aktionsbündnisses lädt es jetzt zum Forum „Wie geht‘s weiter ohne Braunkohle?“ am 24. September, 14 Uhr, in die Stadthalle Erkelenz, ein.

Die jüngsten Ereignisse in den Braunkohlerevieren hätten deutlich gemacht, wie wichtig ein gesamtgesellschaftlicher Konsens für den Weg zum Ausstieg aus der Braunkohle sei, erklären die Initiatoren. Mit dem Forum soll ein Beitrag zur Versachlichung der häufig hitzig geführten Debatte geleistet werden. Den Gewerkschaften komme dabei eine bedeutende Rolle zu.

„Wir freuen uns deshalb ganz besonders, auf unserem Forum auch mit Spitzen-Vertretern der IG BCE diskutieren zu können“, heißt es in der Einladung. Mit dabei sind unter anderen Professor Dr. Peter Hennicke, ehemaliger Präsident des Wuppertal Instituts und Mitglied des Club of Rome, Frank Löllgen, Landesbezirksleiter IG BCE, Johannes Remmel, NRW-Umweltminister, sowie Akteure aus Bürgerinitiativen und Verbänden. Das detaillierte Programm der Veranstaltung findet sich unter www.zukunft-statt-braunkohle.de.

Zum Abschluss der Veranstaltung soll der „Erkelenzer Appell“ für eine Energieversorgung ohne Braunkohle verabschiedet werden.

Ein besonderes Ereignis gibt‘s dann noch am 25. September: Um 10 Uhr wird in Erkelenz-Kuckum, Wilhelm-Ohlert-Weg, als Zeichen der Hoffnung und Symbol der Solidarität ein Apfelbäumchen gepflanzt. Diese „Gubener Warraschke“ aus dem Lausitzer Braunkohlerevier wird von den Bündnismitgliedern aus dem Osten Deutschlands ins Rheinland mitgebracht. Im Tausch dafür gibt‘s eine „Rheinische Schafsnase“ von der BUND-Obstwiese im Tagebau Garzweiler, die fortan in der Lausitz gedeihen soll.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Um vorherige Anmeldung bis zum 19. September wird gebeten unter http://zukunft-statt-braunkohle.de/anmeldung. Die Tagungsleitung und das Erteilen von Auskünften liegt in den Händen von Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW aus Düsseldorf. Erreichbar ist er unter Telefon 0211/30200522.

(red)