Erkelenz: Stadtverwaltung benötigt zusätzlichen Platz und baut an

Aufstockung : Stadtverwaltung in Erkelenz benötigt Anbau

In der Stadtverwaltung besteht dringender Bedarf an zusätzlichen Räumen. Daher soll noch in diesem Jahr mit der Aufstockung des Stadtarchivs um ein Staffelgeschoss begonnen werden, um zehn neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Dies teilte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses mit. Die Maßnahme, die mit rund 520.000 Euro zu Buche schlagen wird, werde nur für einige Jahre ausreichen, erklärte der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Mittelfristig müsste über weitere Erweiterungen nachgedacht werden.

Die letzte Erweiterung liegt rund 15 Jahre zurück. Damals wurde das Ziel verfolgt, alle Mitarbeiter und Angebote für die Bürger zentral anzusiedeln. „An diesem Ziel wollen wir festhalten“, erklärte Lurweg. „Doch durch neue Aufgaben und die damit verbundenen Personalzuwächse ist das Raumangebot im Rathaus erschöpft.“

Mit der Planung der Maßnahme wurde wieder das Büro Tillmanns Narath Architekten beauftragt, das auch schon die letzte Erweiterungsmaßnahme geplant hatte. Peter Tillmanns präsentierte die derzeitige Planung. Diese sieht die Aufstockung des Archivs um ein Staffelgeschoss vor, die rund Dreiviertel der zur Verfügung stehenden Fläche einnehmen wird. Optisch soll das bereits an den anderen Stockwerken verarbeitete Zink aufgegriffen und an der neuen Etage ebenfalls verarbeitet werden.

Der Zugang zum Verwaltungsgebäude soll ebenfalls über eine Brücke geschehen, wobei noch nicht klar ist, ob es eine offene oder verglaste Lösung geben wird. Der barrierefreie Zugang zu den Räumen erfolgt über den Aufzug im Nachbargebäude. Die neue Etage soll vier Doppel- und zwei Einzelbüros, einen Besprechungsraum und einen Wartebereich beherbergen. Auch wenn schon jetzt klar sei, dass die Maßnahme nur kurzfristige Wirkung zeige, sei sie derzeit die einzige Möglichkeit, um kurzfristig zusätzlichen Platz zu schaffen, hieß es in der Ausschusssitzung.

Ohne Kritik passierte die Maßnahme den Ausschuss nicht. Karl-Heinz Frings (Bürgerpartei/Graue Panther) sprach von mangelnder Weitsicht bei Bauvorhaben der Verwaltung, während Dieter Spalink (SPD) gleich konkret nach einer größeren Lösung fragte. Klaus Füßer (CDU) brachte eine Auslagerung des Archivs ins Spiel, um das Gebäude für die Erweiterung nutzen zu können.

Die Entwicklung im Bereich der Verwaltungsaufgaben und der damit verbundene Bedarf an Mitarbeitern sei bei der ersten Planung zu Beginn des Jahrtausends nicht absehbar gewesen, betonte Lurweg. Darüber hinaus verwies er darauf, dass der Ankauf von Grundstücken in der Innenstadt ein schwieriges Unterfangen sei. Die weitere Auslagerung von Mitarbeitern in angemietete Büroflächen sei darüber hinaus kostspieliger als der Neubau von Büros.

Platz geschaffen wird auch für die Verwaltungsstaffel der Freiwilligen Feuerwehr. Deren Fahrzeughalle zwischen Rathaus und Haus Spiess an der Gasthausstraße wird um einen Anbau erweitert. Dort sollen Umkleidemöglichkeiten für zwölf Männer und drei für Frauen sowie ein Waschraum und eine Toilette entstehen, wie Hochbauamtsleiter Martin Fauck ausführte. Dafür kann auf Bestehendes zurückgegriffen werden, wie er weiter ausführte.

Denn der Transformator der NEW, der sich neben dem Gebäude befindet, wird verlegt, weshalb das bestehende Gebäude zum Erwerb angeboten wurde. Mit der Umsetzung soll zügig begonnen werden, eine Nutzung der Einrichtung ist ab der zweiten Jahreshälfte vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 60.000 Euro.

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