Erkelenz: Nach Haushaltsjahr 2018 dickes Plus in der Stadtkasse

Finanzlage : Dickes Plus in der Stadtkasse von Erkelenz

Mit einem Jahresüberschuss von rund 6,6 Millionen Euro schließt die Stadt das Haushaltsjahr 2018 ab. Dies verkündete Stadtkämmerer Norbert Schmitz im Haupt- und Finanzausschuss.

Aufwendungen in Höhe von rund 102,6 Millionen Euro standen Erträge in Höhe von 109,2 Millionen Euro gegenüber. Schmitz sprach von einem „außergewöhnlichen Ergebnis“, das durch steigende Einnahmen bei zugleich sinkenden Aufwendungen zustande kam.

Das Geld beflügelt natürlich die Fantasie und weckt den Ideenreichtum der Politiker. Daher bat Schmitz die Politik und Verwaltung gleichermaßen, in den Dialog darüber zu treten, wie mit den neu entstandenen Spielräumen umgegangen werden soll. Schon im Juni soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die Vorschläge ausarbeitet.

Zur bereits guten Bilanz des „Mutterkonzerns“ Erkelenz kommen noch die Bilanzen der Tochtergesellschaften GEE, Abwasserbetrieb und Kultur GmbH.

Die gute Bilanz hat Gründe, die Schmitz ausführte. So seien sowohl die Einnahmen aus der Einkommenssteuer als auch aus der Grundsteuer B und der Vergnügungssteuer gestiegen, allein die Einkommenssteuer um 800.000 Euro. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer seien jedoch leicht schlechter ausgefallen als erwartet, führte der Kämmerer aus. Rund 134.000 Euro fehlten zum Planziel von rund 19,8 Millionen Euro.

Durch die Veräußerung von Grund und Boden sowie die Auflösung von Pensionsrückstellungen konnten Instandhaltungsrückstellungen im Baubereich aufgelöst werden, führte Schmitz aus. Andererseits seien Ausgaben im Bereich der Versorgung von Asylbewerbern und bei der Kreisumlage niedriger ausgefallen als geplant.

Vor zwölf Jahren hatten die Städte und Gemeinden ihre Haushaltsplanung von der Kameralistik auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) umgestellt. Die Eröffnungsbilanz wies damals eine Rückstellung in Höhe von 14,7 Millionen Euro aus. Nach einer Zeit der Abwärtsentwicklung konnte die Summe erstmals 2017 wieder ausgewiesen werden. Nach dem Ergebnis von 2018 könne diese Rückstellung nun auf rund 21,7 Millionen Euro aufgestockt werden, erläuterte Schmitzt.

Auf der Soll-Seite ist Erkelenz auch erfolgreich. So konnte von 2013 bis 2018 die Höhe der Kreditverbindlichkeiten auf 10,8 Millionen gesenkt und nahezu halbiert werden. Schmitz zeigte sich zuversichtlich, dass die Summe bis 2022 noch einmal halbiert werden könne.