Erkelenz: Kamps kommt möglicherweise doch

Großbäckerei : Möglicherweise kommt Kamps doch nach Erkelenz

Die Gespräche zwischen der Großbäckerei und der Stadt laufen weiter. Obwohl Kamps im Jahr 2017 nach der Ankündigung, nach Erkelenz zu kommen, zunächst einen Rückzieher gemacht hatte. Eine Fläche im Gewerbegebiet Gipco IV bietet ausreichend Raum für eine mögliche Großansiedlung.

Wenig deutete zuletzt darauf hin, dass die Großbäckerei Kamps doch nach Erkelenz kommen wird. Vor allem auch, weil sich im vierten Bauabschnitt des Gewerbegebietes Gipco nun bereits andere, kleinere Firmen ansiedeln. Vom Tisch ist ein Umzug des Großbäckers von Schwalmtal nach Erkelenz aber noch nicht. Man stehe mit Kamps in Kontakt, konkrete Pläne gebe es aber noch nicht, sagte Bürgermeister Peter Jansen (CDU) nun im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das Unternehmen Kamps hatte im März des Jahres 2017 angekündigt, seinen Hauptsitz und die zentrale Produktion nach Erkelenz verlegen zu wollen. Die Stadt und der Grundstückseigentümer RWE Power hatten das Gewerbegebiet Gipco IV daraufhin auf diese Großansiedlung ausgerichtet. Ende des Jahres 2017 teilte Kamps dann mit, diese Investition aufschieben zu wollen. Dann wurde es ruhig um das Thema.

 Vor diesem Hintergrund entwickelten die Stadt Erkelenz und RWE Power eine alternative Strategie für die Fläche. Es gab Anfragen einiger Großinvestoren für die gesamte Fläche. Ergänzend dazu wurden jedoch auch Möglichkeiten zur Vermarktung der Flächen an kleine und mittlere Unternehmen entwickelt. Dafür wurde der Bebauungsplan geändert.

Dennoch lässt der Bebauungsplan noch die Möglichkeit offen, ein Großunternehmen anzusiedeln. Diese Fläche ist zwar kleiner als die von Kamps zunächst avisierte, könnte für das Unternehmen aber dennoch interessant sein. Jansen sprach davon, dass Kamps und dessen Mehrheitseigentümer, die Groupe Le Duff aus Frankreich, Ende kommenden Jahres möglicherweise einen Teil des Betriebes verlagern wollen. Und dann könnte die Fläche im Erkelenzer Gewerbegebiet wieder ins Spiel kommen.

Dass der Standort Erkelenz bei den Überlegungen des Unternehmens weiterhin eine Rolle spiele, bestätigte Kamps auf Anfrage unserer Zeitung: „Trotz unserer Ankündigung von 2017, vorerst in Schwalmtal zu verbleiben, sind wir weiterhin nicht abgeneigt, in der Zukunft unseren Firmensitz zu verlegen. Dabei bleibt Erkelenz für uns weiterhin ein sehr spannender Standort für den Neubau unseres Produktions- und Verwaltungsgebäudes, und wir sind hierzu weiterhin mit der Stadt Erkelenz im Dialog.“

Wie konkret diese Überlegungen sind, wollte das Unternehmen jedoch nicht mitteilen: „Allerdings können wir aufgrund der laufenden Gespräche derzeit noch keinen genauen Zeitpunkt oder Details bezüglich des eventuellen Umzuges nennen.“