Erkelenz: „Erkelenz International“ will Austausch mit anderen Städten vertiefen

Erkelenz: „Erkelenz International“ will Austausch mit anderen Städten vertiefen

Die Partnerschaft zwischen Erkelenz und der französischen Stadt St. James wurde bereits 2013 anlässlich des 40. Jubiläums groß gefeiert. Das Weiterbestehen der Beziehung ist eine Aufgabe, die nicht nur offiziell erfüllt werden sollte. Dieser Meinung war man in Erkelenz schon lange, weshalb die Gründung des Vereins für Städtepartnerschaften am 8. Mai sehr begrüßt wurde.

„Erkelenz International — Verein für Städtepartnerschaften“ stellte sich jetzt in einer kleinen Feierstunde im Ratssaal des Alten Rathauses vor. Zu der Feier waren auch Yannik Duval und weitere Gäste aus St. James gekommen. Duval erinnerte auch an den Förderer der Städtepartnerschaft Michel Thoury, der im Februar verstorben war. Die Freundschaft der beiden ungleichen Städte Erkelenz und St. James sei geprägt von den Werten Freiheit und Demokratie. Daher sei auch das Gründungsdatum des Partnerschaftsvereins am 70. Jahrestag des Kriegsendes von Bedeutung. Auch Ulrich Wendt, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees im Erkelenzer Rat, hob die Bedeutung des Vereins hervor. Er stelle keine Konkurrenz zum städtischen Engagement dar.

Vielmehr sei diese Ergänzung aus den Reihen der Bürgerschaft gewünscht und werde unterstützt. Dies hatte auch Bürgermeister Peter Jansen zuvor betont. „Begegnung heißt Zusammenkommen“, hatte er erklärt. „Es müssen Leute etwas zusammen machen.“ Eine einfache Formel, mit der jedoch die Bürgerschaft aktiv ins Boot geholt werden kann. Theo Meurer, Vorsitzender des neuen Vereins, ist seit 1993 in Sachen Partnerschaft mit St. James unterwegs.

2005 übernahm er von Leo Schmitz auch die Organisation des Austauschs der Landwirte. Die Städtepartnerschaft mit St. James kam über den Umweg der Eingemeindung Gerderaths nach Erkelenz zustande. Denn die Partnerschaft mit der knapp 7000 Einwohner umfassenden Gemeinde hatten die Gerderather quasi im Gepäck.

Meurer betonte, dass der Verein der Partnerschaft neue Impulse geben wolle. Denn die Idee der Partnerschaft müsse von den Bürgern mit Leben gefüllt werden. Auch die Erweiterung der Partnerschaften mit anderen Städten sei wünschenswert.

Neben dem Vorsitzenden Meurer besteht der Vorstand aus dem stellvertretenden Vorsitzenden Hans Dieter Thubeauville, Kassierer Rolf Gatzen, Schriftführerin Maria Meurer und den Beisitzern Günter Friedrich, Barbara Viehausen-Phlippen und Wolfgang Wahl.

Nach der Vorstellung des Vereins und den musikalischen Beiträgen des Städtischen Musikvereins hatten die Gäste Gelegenheit, sich persönlich über die nächsten Aktivitäten des Vereins zu informieren. Am 25. September findet die erste Mitgliederversammlung statt.

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